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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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503
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§. 2ss. Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. Zgz

sirtes Nebellicht, das die Vermuthung, daß das Ganze nur aus sehrentfernten Sternen bestehe, sehr unwahrscheinlich macht. Dieser Nebelist vollkommen milchig, gänzlich unauflösbar und ohne alle Spuren vonSchuppen oder Flocken. Man kann ihn schon mit unbewaffneteu Augenbemerken. M. s. Fig. 79.

H. 255. (Der große Nebel im Orion.) Dieser merkwürdigste allerNebel ist in 5" 27', U --- 95° 36' bei 5 Orion, vier Grade un-ter dem mittleren der drei in einer geraden Linie liegenden Sterne ö,c und 5, die unter dem Namen dess Jakoböstabes bekannt sind. Erwurde zuerst von Huygens im Jahr 1659 beschrieben und abgebildet.Spätere Beschreibungen und Zeichnungen desselben Gegenstandes habenwir von Derham, Godin, Mairan, Picard, Legentil und Messier. Inden neuern Zeiten hat sich Schröter und zuletzt der jüngere Herschelvorzugsweise damit beschäftiget, und der Letztere hat in den New. ottüe sstron. eine Zeichnung dieses Nebels gegeben, die alle an-

dern an Genauigkeit und Schönheit der Ausführung weit hinter sich zu-rückläßt. Man sieht davon eine verkleinerte Abbildung in Fig. 74.

Dieser Nebel ist durch die Schönheit seines Anblicks, durch die Ei-genthümlichkeit seiner Gestalt, durch die sonderbare Abwechslung des aufihm vertheilten Lichtes, durch seine große Ausbreitung und durch dasUnerklärbare seines ganzen Wesens vor allen anderen ausgezeichnet.Legentil vergleicht seine Gestalt nicht unangemessen mit der des geöff-neten Rachens eines Thiers. Ein Theil dieses Nebels ist ungemein hell,ein anderer sehr blaß und malt, und wieder ein anderer ganz dunkelbis zur völligen Schwärze. Der hellste Theil scheint nicht sowohl ineinem stätigen Lichte zu glänzen, als vielmehr in beweglichen Flammenzu lodern. Die dunklen Stellen sind von den hellen, ohne Abstufungdes Lichtes, scharf getrennt. Die in diesem Nebel, selbst in den hellerenTheilen desselben stehenden Ffrfterne zeichnen sich alle durch einen be-sonders lebhaften Glanz aus, und ihre Stellung scheint eine besondereBeziehung auf den Nebel selbst zu haben. Eben so findet man zurSeite dieses Nebels nach allen Seiten eine Menge größerer und kleine-rer Sterne, die sämmtlich nur in einem düftern Lichte schimmern undmit eigenen Nebelatmosphären umgeben sind, wie denn überhaupt dieseganze Gegend des Himmes an Nebeln ungemein reich ist.

Um einige der vorzüglichsten Theile dieses großen Nebels näher an-zugebne, bemerken wir zuerst das sogenannte Trapez, ein fast regel-mäßiges Viereck, von vier Sternen gebildet, von welchen der eine, ck^ Orion, der IV., und die drei anderen der VI., VII. und VIII. Größesind. Dieser vierfache Stern ist von einem sehr hellen Nebel umgeben,der aber nicht bis zu diesen Sternen selbst vordringt, sondern sich viel-j mehr von ihnen nach allen Seiten zurückgezogen zu haben scheint, sodaß dieses Trapez selbst, in seinen nächsten Gränzen, mit einer Dunkel-heit eingeschlossen ist, auf welche dann erst jene helle Umgebung folgt.Es scheint, als ob der Rebel durch die Attraction oder Absorbtion derSterne zu diesem letzteren übergegangen wäre. Eine ähnliche Erschei-nung gab uns auch der bereits oben (Fig. 76 Nro. 2l) erwähnte Nebelim Schützen (Vk 17" 52', I> 113" 1'), der in drei Theile gespal-i^n ist, deren Trennungslinien einen leeren Raum einschließen, in dessenMitte ein Doppelstern steht.

In diesem Trapez hat man vor einigen Jahren einen kleinen, fei-nen Stern entdeckt, der jetzt in starken Fernröhren sehr gut zu sehen ist,