Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. §. 228.
Körper von gewaltigem Umfang, die durch irgend einen für sie verderb-lichen Unfall in Brand geriethen, die Millionen von Meilen rings umsich mit dem Lichte ihrer Flammen erfüllten und dann, vielleicht für im-mer, verloschen und ihre Asche in dem Welträume zerstreuten? Undwar daher dieser helle Glanz, mit dem sie eine Zeit durch am Himmelzu prangen schienen, nur der Verkünder einer untergehenden Welt,die uns, durch ihr Auflodern, den furchtbaren Tag ihres Untergangs an-zeigte, des Tages, an dem diese ihrer Vernichtung geweihte Sonne undmit ihr Tausende von den sie umkreisenden Planeten und Kometen, undmit diesen endlich unzählige Schaaren von empfindenden Wesen, Alle inEinem Augenblicke, das schreckliche Ende ihres Daseyns gefunden haben?
Kapitel XIV.
Sterngruppen und Nebelmatten des Himmels
H. 228. (Verschiedenheit der Himmelskörper.) Der gestirnte Himmel »ist nicht, wie es wohl auf den ersten Blick scheint, nur mit einer einzi-gen Art von Körpern, mit lichten, runden Sternen bedeckt, sonderndie Natur, deren Mannigfaltigkeit in ihren Erzeugnissen wir schon aufder Erde so oft zu bewundern Gelegenheit haben, hat diesen Reichthumihrer Schöpfungskraft und diese Abwechslung von Formen in einem nochviel höheren Grade in jenem endlosen Weltraume entwickelt.
Wir haben bereits in dem vorhergehenden Kapitel von den doppel-te n, von den drei- und vielfachen Sternen gesprochen, von welchen manbesonders die ersten so häufig am Himmel trifft. Allein die Fernröhrehaben uns noch viel mehr zusammengesetzte, wundervolle und offenbarinnig zusammengehörende Systeme von Fivsternen kennen gelehrt. Siezeigen uns überdies; noch andere Gegenstände, die zwar nur mehr alslichte Wolken erscheinen, die wir aber, wenn unsere Telescope einmalnoch mehr vervollkommnet seyn werden, wahrscheinlich auch als solcheSternensysteme sehen werden, so daß wenigstens die meisten derselbennichts als ungemein entfernte Sammlungen von Fivsternen sind, die unsaber durch unsere, für ihre Auflösung noch zu schwachen Instrumente,nur noch unter der Gestalt von mehr oder weniger lichten Nebeln er-scheinen.
Selbst der erste Anblick des Himmels, mit unbewaffneten Augen,zeigt uns schon, daß die Sterne, mit welchen er bedeckt ist. keineswegsgleichförmig auf ihm vertheilt sind. Wer kennt nicht die schöne Gruppevon Sternen am Halse des Stiers, die unter dem Namen der Pkeiadenoder der Gluckhenne bezeichnet wird. Das Haar der Berenice, die Krippe
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