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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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483
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Z. 22s.. Veränderliche^Sterne. 48z

Der Stern O Perseus oder Algol, im Medusenkopfe, hat bei sei-nem hellsten Lichre die Ute Größe, wie « Perseus, über ihm. SeineLichtwechsel verhalten sich auf eine ganz eigene, von der aller anderenveränderlichen Sterne verschiedene Art. Nachdem er 61 Stunden langdie Ute Größe beibehalten hat, fängt er plötzlich an, schwächer zu wer-den, und nimmt während 4 Stunden bis zur IVten Größe ab, wo erdann kaum so hell, als der neben ihm stehende Stern s erscheint. Indieser IVten Größe verweilt er 18 Minuten ohne merkliche Veränderung.In den nun folgenden 4" 46' nimmt er bis zur Uten Größe zu, ver-weilt in dieser Größe wieder 61 Stunden und beginnt dann dieselbePeriode wieder.

Mit der oben gegebenen Periode von 2.8673 Tagen und der Epocheseines kleinsten Lichtes, 1860 den Iten Januar 17^ 54' 56.6" mitt. ZeitParis (vergl. I. H. 116), kann man die Zeiten des größten oder deskleinsten Lichtes dieses Sterns für jedes gegebene Jahr leicht finden (m.s. Wurm's Tafeln in dem Berl. Jahrb. 1861, 1864, 1822). Zuerst er-kannte seine Lichtveränderungen Gvvdricke i. I. 1783. Man kann nochals eine Eigenheit dieses Sterns bemerken, daß sein Licht glänzendweiß ist und diese Farbe selbst während seiner kleinsten Phase nicht än-dert, während das Licht aller übrigen veränderlichen Sterne roth ist.

Der dritte veränderliche Stern, im Löwen, wurde zuerst von Kochi. I. 1786 erkannt. Die Zunahme seines Lichtes dauert 85, die Ab-nahme aber 146 Tage. Der Stern in der Jungfrau wurde von Har-ding als ein veränderlicher erkannt. Wurm bestimmte seine Periodezu 145.46 Tagen und die Epoche seines größten Lichtes 1826 am UtenFebr. 18^ Par. Zeit. Auch bei diesem Stern ist die Zeit der Lichtzu-nahme kürzer, als die der Abnahme. Den Stern in der Hydra oderin der Wasserschlange erkannte zuerst Montanari i. I. 1672. Die zweiSterne in der Schlange des Ophiuchus entdeckte Harding 1828 als ver-änderliche Sterne, so wie Pigott den in der Krone i. I. 1782. Derletzte zeigt sonderbare Anomalien in seinem Lichtwechsel, da er oft meh-rere Jahre ganz unveränderlich scheint und dann wieder offenbar seineGestalt wechselt. Der Doppelstern a Hercules wurde von dem älternHerschel 1795 als ein veränderlicher erkannt. Die Zunahme jewes Lichtesdauert 22, die Abnahme 39 Tage. Den Stern im SobieskischenSchilde und ^ Antinous entdeckte Pigott i. I. 1784 und 1795; Leyerund S Cepheus erkannte Goodrike 1784, und den im Schwan Kirchi. I. 1686 als einen veränderlichen Stern, so wie der im Wassermannzuerst von Harding i. I. 1811 als ein solcher erkannt wurde. OhneZweifel gibt es noch viele solcher veränderlicher Sterne, die aber unbe-kannt sind, da die Beobachter ihnen noch nicht diejenige Aufmerksamkeitgeschenkt haben, die sie, als merkwürdige Gegenstände des Himmels, inso hohem Grade verdienen. Auch selbst von den oben angeführten wer-den die gegebenen Perioden und Epochen noch mancher Verbesserungen

bedürfen. ^ .... ^ ^

Diese veränderlichen Sterne scheinen. den bisherigen Beobachtungen

zu Folge, darin übereinzukommen, daß ihr Licht roth, nach dem groß-ten Glänze gewöhnlich dunkel- oder kupferroth lft; daß chr ^lcht ungleichgeschwinder zu-, als abnimmt; daß ihre kleinste Llchtphase viel langerdauert, als ihre größte, und daß die angegebenen Perioden, so wie auchdie Helligkeit der einzelnen Phasen manchen Anomalien und Störungenunterworfen zu seyn scheinen, von denen wir jetzt noch keine Ursache an-geben können. Daß von diesen gleichsam allgemeinen Regeln der obenerwähnte Algol im Perseus eine Ausnahme mache, ist berttts. erwähnt