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§. 226. ^ Doppelfterne. MI
^ in bessere kommen), nahm er diese ganze Arbeit nach einem neuen, größe-
ren Plane wieder vor und verfolgte denselben mit einem Eifer, dervon dem schönsten Erfolge gekrönt wurde.
Beinahe um dieselbe Zeck begann der jüngere Herschel (John Fred.William), vereint mit John South, seine Beobachtungen der Doppelsterne.Sie machten dieselben meistens gemeinschaftlich an zwei Aequatorialen,deren Fernröhre 5 und 7 Fuß Brennweite und 3^ und 5 Zoll Oess-nung hatten, wovon das letztere, von dem berühmten Optiker Tully ver-fertiget, selbst eine Vergrößerung von 600 noch sehr gut ertragen soll.Die ersten Resultate ihrer Arbeiten gaben sie in dem Werke: Okserva-tion8 o t 380 llvutzlt; 8tai8, I^cnnlon 1823, heraus. Seitdem haben beidediesen Gegenstand eifrig verfolgt, und Herschel besonders gab in densechs ersten Bänden der k. astron. Gesellschaft in London mehrere sehrreiche und schätzbare Memoiren über diese Doppelsterne heraus. Erst vorKurzem ist er nach dem Cap der guten Hoffnung gereist, um sich dort,unter anderen Gegenständen, auch mit der Beobachtung der Doppel-sterne des südlichen Himmels zu beschäftigen, von welchen bereits früherDunlop, Astronom in Port Jackson in Neuholland, Mehreres bekanntgemacht hat.
Auch Prof. Amici in Modena soll mit den von ihm selbst verfertig-ten Spiegelteleskopen mehrere Beobachtungen von Doppelsternen gemachthaben, die aber bisher noch nicht bekannt geworden sind. Bessel hat beiseinen Zonenbeobachtungen ebenfalls eine nicht geringe Anzahl von Dop-pelsternen durch seinen Meridiankreis gefunden und in seinen Samm-lungen der Königsberger Beobachtungen bekannt gemacht. Auch ist erder erste, der bei Gelegenheit seiner Untersuchung des Doppelsterns 61Schwan mit Bestimmtheit darauf aufmerksam gemacht hat, daß die Be-wegungen dieser Gestirne nach dem von Newton entdeckten Gesetze derallgemeinen Schwere vor sich gehen. Savary, Encke und der jüngereHerschel entwarfen, wie bereits oben gesagt wurde, Methoden, die Ele-mente der Bahnen dieser Gestirne aus den Beobachtungen zu berechnen.
. Noch muß hier der früheren Verdienste John Michel's erwähnt wer-den, der schon i. I. 1767 darauf aufmerksam machte, daß die Doppel-sterne höchst wahrscheinlich nicht optisch, sondern physisch doppelt seyen.Er war davon bereits so überzeugt, daß er in seinem Memoire schon vonder Möglichkeit der Bewegung eines dieser Sterne um den andern, voneigentlichen Sternsatelliten, spricht, die er daher der Aufmerksamkeit derAstronomen ganz besonders empfiehlt. Hätten diese zu den allerdingsbloß theoretischen, aber darum nicht minder begründeten Speculationendes englischen Physikers mehr Vertrauen gehabt, so würden sie schoni. I. 1767 angefangen haben, sich mit diesem Gegenstände zu beschäfti-gen, und selbst der ältere Herschel würde sich seine früheren, unrichtigenHypothesen erspart und sich der Wahrheit, die er durch volle vier undzwanzig Jahre suchen mußte, viel schneller genähert haben.
tz. 226. (Veränderliche Sterne ) Ehe wir uns von den eigentlich so-genannten Sternen des Himmels trennen, um dann zu andern Welt-körpern überzugehen, wollen wir noch zweier merkwürdiger Arten vonFixsternen erwähnen, von welchen die einen schon in den ältesten Zeitenbekannt waren, während die andern mehr unseren Tagen angehören.
Diese letzten sind nämlich die sogenannten veränderlichen Sterne,deren Licht oder deren scheinbare Größe bestimmten periodischen Abwechs-lungen unterworfen ist. Die folgende kleine Tafel enthält die vorzüg-lichsten der bisher beobachteten veränderlichen Sterne. Die Rectascen-sion und Poldiftanz derselben gilt für das Jahr 1800; die ColumneLittrow. ' 31
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