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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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456
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436 Anzahl, Entfernung und Größe der Fixsterne. 5. 201.

an, daß von 800 Strahlen, die uns Sirius oder überhaupt jeder Sternder ersten Große, der eine Sternweite (4 Bill. Meilen) von uns ent-fernt ist, zusendet, auch nur ein einziger durch den Widerstand desAethers verloren geht, so wird, wie man durch eine einfache Rechnungfindet, die Helligkeit eines Sternes, wenn sie in der Entfernung einerSternweite gleich der Einheit gesetzt wird, in der Entfernung von 84Sternweiten nur mehr ^/)<> seyn, also bereits V10 ihrer früheren Hellig-keit verloren haben. In der Distanz von 554 Sternweiten wird dieseHelligkeit nur mehr in der Distanz von 5500 Sternweiten aber bloß'/tvoo ihrer ursprünglichen Größe betragen.

Nach Bougner's Messungen ist das Licht des Vollmondes nahe300000 mal schwächer, als das der Sonne. Sucht man, jenen Rechnun-gen zufolge, die Distanz eines Sterns, dessen Licht nur mehr mit dem300000ften Theile seiner ursprünglichen Größe zu uns kömmt, so findetman ihn gleich 10080 Sternweiten. Es würden daher schon sehr vieleund dicht gedrängte Sterne erfordert werden, um einen so ungemein weitvon uns entfernten Sternhaufen, selbst in der dunkelsten Nacht, nochals einen matten, blassen Nebelfleck erkennen zu lassen.

Der oben erwähnte Einwurf hindert uns also nicht, die Anzahl derSterne in der That als unendlich, und den Weltenraum nach allen Rich-tungen als völlig unbegränzt anzunehmen. Auch stimmt dieß ganz mitden Vorstellungen überein, denen wir uns nicht entziehen können, wennwir uns, wenn gleich nur aus unendlicher Ferne, im Gedanken bis zudem Urheber der Natur zu erheben wagen. Um den Raum der Schö-pfung in einem Verhältnisse mit der unendlichen Macht des Schöpferszu denken, müssen wir, mit Kant, dem höchsten Wesen eine doppelteEwigkeit beilegen, denn die Ewigkeit der Zeit allein ist noch nicht Hin-reichend, die Zeugnisse dieses Wesens zu umfassen; sie muß noch mitder Ewigkeit des Raumes verbunden, also mit der doppelt gränzenlosenUnendlichkeit der Wirkungssphäre, deren Dauer und Ausdehnung gleichunbeschränkt ist, gedacht werden.

tz. 201. (Größe der Fixsterne.) Wenn man den scheinbaren Halb-messer ^ eines Fixsterns oder den Winkel kennt, unter welchem dieserHalbmesser unserem Auge erscheint, und wenn überdieß die Entfernunga dieses Sterns von uns bekannt ist, so findet man daraus leicht auchdie absolute Größe dieses Halbmessers r in irgend einem uns gewöhn-lichen Maaße ausgedrückt. Wird z. B. der scheinbare Halbmesser inSecunden und die Entfernung a in Erdweiten, deren jede nahe 20 Mil-lionen Meilen beträgt, ausgedrückt, so ist der wahre Halbmesser 1 desSternes gleich a multiplicirt in dem Sinus von oder auch, der wahreHalbmesser r ist gleich dem Produkte von a und multiplicirt in dieZahl 0.000004848.

Diese Entfernung a aber findet man aus der jährlichen Parallaxe 71des Sternes (I. H. 68), das heißt, aus dem Winkel, unter welchem voneinem Auge in dem Fixsterne der Halbmesser der Erdbahn oder die Erd-weite gesehen wird. Es ist nämlich immer die Entfernung a gleich derZahl 206260 dividirt durch die Parallaxe 71, wenn dieser Winkel 71 auchin Secunden ausgedrückt wird.

Daraus folgt zugleich, daß wenn der scheinbare Halbmesser unddie Parallaxe n gegeben sind, man auch die Distanz a als gegeben an-sehen kann, da immer u gleich dividirt durch ?i ist.

Die vorhergehenden Gleichungen reichen hin, je zwei der vier Größena, r, 71 und zu finden, wenn die zwei anderen gegeben sind. Al-lein unsere Kenntnisse der Fixsterne sind noch so unvollkommen, daß von