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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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Kometen.

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daher auch wohl Kometen geben, welche die Krankheiten wieder heilen,

die andere gemacht haben!

Im Jahre 1356 brach derselbe schwarze Tod durch neue fünf Jahrezum zweitenmale aus und richtete, wie die Geschichtsschreiber jener Zeiterzählen, noch größere Verheerungen, als das erstemal an. Nach Pe-trarca, der auch seine Laura daran verlor, und der sie, so wie Boccaccio,mit den lebhaftesten Farben beschrieben hatte, sollen in Italien von je1VV0 Menschen kaum 10 übrig geblieben seyn. In Köln starben 20000,in Avignvn 17000, unter welchen 5 Kardinale und 100 Bischöfe, diesich eben daselbst zu einem Concilium versammelt hatten, und die auch,wie alle andere, unbegraben auf den Gassen liegen blieben, auf die mandamals die Leichname durch die Fenster zu werfen pflegte. Von Kome-ten aber in dieser Zeit findet man keine Spur. Zum drittenmalebrach die verheerende Krankheit im Jahr 1367 aus, wo sie bis 1374wüthete. Sie nahm jetzt die Gestalt des sogenannten Johannistanzesan, unter welcher sie, obschon auch in milderer Form, bis zu uns unterder Benennung des Veitstanzes gelangte. Die von der Krankheit Er-griffenen liefen, tanzten und raseten, bis sie schäumten und leblos zurErde stürzten, wo dann der hochaufgeschwollene Unterleib der Leichenzerplatzte. Bei den häufigen Todesfällen seit 1347, also durch beinahe20 Jahre, erwartete man den Untergang des ganzen Menschengeschlechtsund vermachte alle seine Einkünfte an Kirchen und Klöster, so zwar,daß diese Vermächtnisse durch eigene Gesetze untersagt werden mußten,um den rechtmäßigen Erben doch nicht alles zu entziehen. Auch in die-sen sieben Jahren erwähnen die Chroniken keines größeren Kometen bis1375, also ein Jahr nach der Beendigung der Krankheit, daher auch,nach dem großen Kvmetendeuter Prätorius, derselbe keine weitere Be-ziehung auf jene Pest, sondern bloß auf den Tod Karls IV. haben soll.

Doch es wird unnöthig seyn, dieses traurige Verzeichniß des mensch-lichen Elends noch weiter fortzusetzen. Wenn man aufrichtig mit sichselbst und ohne Vorurtheil zu Werke geht, so wird man in allen Jahr-hunderten eben so viel Belege für, als gegen jene Meinung finden, daßdie Kometen Krankheiten oder andere Unglücksfälle entweder vorherverkündigen, oder selbst verursachen sollen, d. h. man wird finden, daßjene Himmelskörper mit diesen Calamitäten des Menschengeschlechtes inkeiner, oder doch in keiner für uns merkbaren Verbindung stehen. Un-sere eigenen Erfahrungen an der Cholera seit dem Jahre 1830 werdendieses Resultat bestätigen. Uebrigens ist es betrübend zu sehen, wie dieMenschen mitten unter den Unglücksfällen, die sie betreffen und die sienicht vermeiden können, sich noch mtt selbstgeschaffenen Uebeln plagen,wie sie sich durch grundlose Besorgnifie ängstigen und die ihnen ver-liehene Vernunft durch Vorurtheile und Aberglauben verdunkeln. Wienützlich, ja wie nothwendig muß es daher seyn, das Licht der Wissen-schaften, das uns von allen Seiteu umgibt und mit dem allein wir jeneVorurtheile besiegen können, zu unserer wahren Bildung mit allemFleiße zu benützen, und uns dadurch in eine Lage zu versetzen, wo wirkeinen Rückfall mehr in jene finsteren Jahrhunderte der Unwissenheitund des Aberglaubens zu befürchten haben. Erhalten wir daher mitder innigsten Sorgfalt diese höchste Wohlthat unseres Geschlechtes, diesenköstlichen, von unseren Vorgängern ererbten Schatz, diese den Menschenzugleich schützenden und veredelnden Kenntnisse, ee8 Irautes eonnaissun-

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