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Kometen.
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feuer, das noch sehr verheerend war, und aus diesem endlich unsermilderes, sogenanntes Roth lauf entstanden seyn. Damals kamenunter den geängftigten Menschen die Wallfahrten nach dem heiligenLande auf, aus welchen späterhin, gegen Ende des eilften Jahrhunderts,die Kreuzzüge entstanden. Größere Kometen sah man nur zwei umdiese Zeit, den ersten im Jahr 983, also 13 Jahre zu früh, und denzweiten 1005, also 9 Jahre zu spat.
Im Jahre 1092 begann ein allgemeines Sterben der Menscben undThiere, das über fünf Jahre währte. Viele Länder verloren die Hälfteihrer Einwohner und andere verödeten gänzlich. Es war der allgemeineGlaube, daß der jüngste Tag bevorstehe. Alle Hausthiere flohen in dieGebirge und Wälder, wo sie wieder verwilderten. In den letzten Jah-ren kam diese Pest auch nach Palästina unter die Kreuzfahrer. ZuJerusalem starben durch mehrere Wochen täglich 590 Menschen, unterihnen auch Gottfried von Bouillon. Antivchien starb beinahe ganz aus,und von dem Heere des ersten Kreuzzuges gingen in dieser Stadt alleinin zwei Monaten über 200000 Menschen zu Grunde. Ein im November1097 ihnen aus Europa nachgeschicktes Hülfscorps von 25000 Mannwurde sogleich bei seiner Ausschiffung an der asiatischen Küste von derKrankheit ergriffen und beinahe gänzlich aufgerieben. — Größere Ko-meten sah man aber nur im Jahr 1071 und 1097, also 21 Jahre zufrüh und 5.Jahre zu spät.
Das verderblichste Jahrhundert unserer ganzen Menschengeschichtewar das vierzehnte. Schon im Jahr 1310 brach eine große, sieben-jährige Pest über ganz Europa aus. In Straßburg starben 13000, inBasel 14000, in Mainz 10000, in Cöln 30000 Menschen, und viele an-dere Städte Europa's starben beinahe gänzlich aus. Ein großer Kometwurde bloß im Jahr 1305, also fünf Jahre zu früh gesehen, was aberdoch den Chronikschreiber Prätorius nicht hinderte, ihn als den Vorbotenjener Pest anzusehen.
Im Jahre 1347 kam dann die fürchterliche Pest, die späterhin all-gemein unter der Benennung des schwarzen Todes bekannt wurde.Sie kam von dem nordöstlichen Asien, wie einst die Völkerwanderung,und überzog bald alle bekannten Länder der Erde. Im ersten Jahrehielt sie sich vorzüglich an den Meeresküsten auf. Aber im Jahre 1348drang sie auch schon in das Innere der Länder und wüthete unter Men-schen und Thieren. Die allzuvielen Todten blieben meistens unbegrabenauf den Straßen liegen; die Aecker wurden nicht mehr besorgt, und dieHausthiere irrten auf den Feldern umher. Bis auf den wildesten Triebder Selbsterhaltung und einer gränzenlosen Furcht sch enen alle andernLeidenschaften der Menschen gänzlich erloschen zu seyn. Bagdad, Diar«bekir und Damask starben beinahe ganz aus; in Guza starben in einemMonate 22000 Menschen, in London 80000, in Paris nahe der vierteTheil der Einwohner; in Lübek während einer einzigen Nacht 1000; inWien starben während drei Monaten täglich gegen 700 bis 800 nrdzur Zeit der größten Höbe der Krankheit einmal an einem einzigenTage 1400 Menschen. Selbst die Kaiser und Könige dieser Zeit, so sehrsie sich auch schützten, wurden nicht verschont. Unter den Opfern die,erPest zählte man den Kaiser Andrvnicus in Konstantuiopel, König Al-fous XI. in Spanien, die Königin Joanna in Portugal und den ZarJwanowitsch in Moskau mit seinem Bruder und allen seinen siebenKindern. Diese Pest dauerte bis 1351 durch fünf Jahre. — Die Chro-niken erwähnen einen größeren Kometen für 1347 und 1351, alw einenfür den Anfang und^ den andern für das Ende der Krankheit. Es mag
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