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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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§. 17«.

Kometen.

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nachdem er einige Zeit ganz verschwunden war, wieder Abends bald nach(Sonnenuntergang am Himmel gesehen halte, so glaubte mau, daß zweiverschiedene Kometen nach einander erschienen seyen. Allein mehrere Be-obachter hatten bereits die richtige Ansicht gewonnen, daß diese beidenErscheinungen nur einem und demselben Kometen angehören, detzenSichtbarkeit nur durch seine 'Annäherung zur Sonne einige Zeit unter-brochen wurde, und der dann, als er auf die andere oder östliche Seiteder Sonne getreten war, auch im Osten von derselben, d. h. bald nachSonnenuntergang, am abendlichen Himmel gesehen werden mußte.

Fünf Jahre früher, i. I. I45i, hatte Mahomed II. Constantinopelerobert und dadurch dem seit Constantin >!. bestehenden griechischen Kai-serthnme ein Ende gemacht. Allein ein anderer großer Komet von 1454hatte bei den siegreichen Türken großen Schrecken verbreitet, indem sieihn für die Anzeige eines allgemeinen Kreuzzuges der gesammten euro-päischen christlichen Öeere gegen sie hielten. Zwei Jahre später, als dieTürken, dieser Anzeige ungeachtet, sehr glückliche Fortschritte gemachtund besonders das deutsche Reich mit ihren siegreichen Heeren zu über-schwemmen gedroht hatten, erschien jener Komet von 1455 und verbrei-tete jetzt einen noch größeren Schrecken, aber nicht mehr unter den Tür-ken, sondern unter den Christen, die ihn für nichts weniger, als denVorboten ihres gemeinsamen Unterganges betrachteten. CalvisiuS, einerder Chronisten jener Zeit, berichtet uns: Hi« feomew et tzestr») extern I-trm lAtim Calixtus III. »«! nsivertensinnr Der irnur -rlüjuot siierrrnr «n^-plientioirem rirsiixrt, eoimtittrittjne irr ruViirrm. rrt irr irrer isiie eairrparmeurrlsareirtrrr'. rrt orrirres sie pree 'siirm eorrtra 4'rii enrnirr t^r rarrisienr Irrn-sierrsi'm rrsimorrereirtrrr-. 'Richt umsonst, wie es scheint, denn schon indem ersten Jahre des Feldzuges erscholl die freudenvolle Nachricht vonder völligen 'Niederlage der Türken. So willkommen dieselbe der gan-zen Christenheit im Allgemeinen seyn mochte, so verlegen machte sie zu-gleich die Kometendeuter. Der eine, Crvmerns. wußte sich aber schnellzu helfen, indem er den Kometen ClrrlRimim Inetrrm rrrrrrt'rrrirr elansieDril'mrm et trrrzrr tuSa AlalromerllS nannte. 'Andere suchten dem Kome-ten, der nun einmal nichts als Unglück vorhersagen sollte. sein^altesAnsehen zu wahren, und bezogen seine Erscheinung nicht auf die Fluchtder Türken, sondern auf den bald darauf erfolgten Tod des Helden jenerTage, Johannes Corviuus Hunjady, an^rvelchem das Christenthum eine

mächtige Stütze verlor.

tz. 170. (Zweite Erscheinung ) Die zweite verläßliche Wfedererschei-tiung unseres Kometen traf in das Jahr 1551. Er war diesmal weni-ger groß und glänzend, auch genoß zu derselben Zeit ganz Europa einesallgemeinen Friedens. Peter Bienewitz, oder wie er sich dem damaligenGebrauche zufolge nannte, Apianus, kaiserlicher Astronom zu Jngolstadtunter Carl V. und Ferdinand I., lieferte uns die besten Beobachtungenvon diesem Kometen, wie sie denn zugleich überhaupt die ersten eigent-lich astronomischen Beobachtungen sind, die wir von irgend einem Ko-meten erhallen haben. Er stellte auch der Erste die im Allgemeinen sehrwichtige Bemerkung auf, daß der Schweif der Kometen der Sonne im-mer gegenüberstehe, was nothwendig auf einen Zusammenhang dieserHimmelskörper mit der Sonne leiten mutzte. Auch in diejer Erscheinungsah man den Kometen zuerst Morgens am östlichen und fpäter Abendsam westlichen Himmel, und obschon auch jetzt noch Einige von zwei Ko-meten sprechen wollten, so hatte sich doch schon die oben erwähnte rich-tige Ansicht so sehr befestigt, daß einer der Astronomen jener Zeit dieVertheidiger der Duplicität des Kometen ohne weitere Umstände für ein