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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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413
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tz. 162-16Z. Kometen. 41 z

besten Fernröhren, immer nur als leichte Wolken oder vielmehr alsschwache, matt beleuchtete Dünste. Während man durch unsere Nebelselbst die größeren Gegenstände, wie unsere Säuser und Bäume, oftschon auf hundert Schritte nicht mehr zu erkennen vermag, steht mandurch die Nebelhüllen der Kometen, die oft viele tausend Meilen imDurchmesser betragen, auch die kleinsten Firsterne noch mit ungeschwäch-tem Richte. In einem viel höheren Grade gilt dasselbe von den noch vielfeineren Dunsten ihrer Schweife. Das Gewebe, aus welchen diese Kör-per bestehen, ist daher wahrscheinlich so ungemein zart und locker, daßes nur mehr mit unseren verschiedenen Luftarten zu vergleichen seynmag. Es ist demnach wohl möglich, daß wir einen Kometen nicht ein-mal sehen würden, wenn wir uns auch mitten in ihm befänden. Undso kann auch die Erde schon öfter durch eine solche Nebelmasse gegangenseyn, ohne daß wir es gewahr worden sind.

§. 162. (Masse des Kerns der Kometen.) Etwas dichter scheint dereigentliche Kern der Kometen zu seyn, wie man aus dem helleren Lichteschließen kann, durch welches er sich gewöbnlich von dem übrigen Körperdes Kometen unterscheidet. Zwar will man schon öfter selbst kleinereFixsterne durch diesen Kern durchschimmern gesehen haben, woraus manmit Recht auf eine sehr geringe Dichtigkeit der Masse dieses Kerns ge-schlossen haben würde. Allein jene Beobachtungen selbst sind zweifelhaft.Die Beobachtung von Olbers an dem Kometen von 1796 hat er selbstdahin berichtiget, daß der Stern wahrscheinlich nur sehr nahe an demKern, aber nicht hinter ihm vorüber gegangen ist. Andere Beobachtun-gen dieser Art von Bryant i. I. 1744 und von Herschel i. I. 1795 sindnicht genau und entscheidend genug angeführt worden. Dasselbe gilt vondem Vorübergange eines Kometenkerns vor einem kleinen Stern, den Mon-taigne i. I. 1774 gesehen haben soll, so wie von der ähnlichen Erscheinung,die Messier an demselben Kometen i. I. 1774 an einem andern Tage beob-achtet hat. Die Bedeckung eines Sterns der siebenten Größe, die Valzzu Nimes i. I. 1825 sah, scheint auch nur ein naher Vorübergang desKerns bei dem Kometen gewesen zu seyn. Entscheidender würde Wart-manns Beobachtung vom 28sten November 1828 seyn, der sagt, daß erden Stern von dem Kern des Kometen vollkommen bedeckt (evmplete-ment gesehen habe, aber sein Fernrohr war offenbar zu schwach,

um diesen Gegenstand durch eine einzige Beobachtung zur Entscheidungzu bringen. Noch kann man der berüchtigten Bedeckung des Mondesvon einem Kometen erwähnen, die Georg Phranza in seiner griechischenChronik für das Jahr 1454 aufgestellt hat. Allein man weiß jetzt, daßdiese Meinung bloß durch eine unrichtige Uebersetznng des griechischenTextes durch den Jesuiten Pontanus entstanden ist. Besonders wich-tig wäre uns in dieser Beziehung der Komet von dem Jahre 1819 gewe-sen, der am 26ften Junius d. I. in einer Entfernung von 14 MillionenMeilen zwischen der Sonne und der Erde vorüberging, und den wir da-her auf dem lichten Hintergrunde der Sonne hätten sehen können. Alleinunglücklicher Weise wurde diese Erscheinung, ein bloßes Resultat derVorherberechnung, zu spät bekannt gemacht, um die Beobachter auf die-selbe aufmerksam zu machen. Jedoch will Pastors an diesem Tage einenSvnnenflecken beobachtet haben (Bode's Jahrb. 1823), den er für diesenKometen hielt. Wie es sich daher auch mit diesen Kometenkernen ver-halten mag, wir wollen darüber die Beobachtungen unserer Nachfolgerabwarten, die diesen Gegenstand vielleicht bald entscheiden werden.

tz. 163. (Komet von dem Jahre 1770.) Einen andern Beweis fürdie ungemein geringe Dichtigkeit der Kometenmasse überhaupt liefert uns