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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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410
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Kometen. §. iHv.

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negative Schwere, so wird die Masse der Hülle von der Sonne nicht ^mehr angezogen, sondern abgestoßen werden, woraus man dann auch Gdie Lage und Gestalt der Kometenschweife würde ableiten können. chr

Der berühmte L. Euler suchte im Gegentheile die sonderbare Gestaltder .Kometen dadurch zu erklären, daß die Masse derselben von der Sonneso ausgedehnt und so weit von dem Kometenkern entfernt wird, daß sie ^endlich von diesem Kern gar nicht weiter angezogen, sondern ganz sichselbst und der eigenen Anziehung der Sonne überlassen bleibt. Valz inNimes stellt die Meinung auf, daß der Weltäther um den Kometen eineArt von Atmosphäre bilde, wodurch die unteren Schichten des Kometendesto mehr zusammen gedrückt werden, je näher sie bei dem Mittelpunktedes Kometen liegen, etwa so, wie unsere Atmosphäre in ihrem unternTheile von den über ihr liegenden Schichten zusammengedrückt und ver-dunstet werde. Allein diese Erklärung könnte nur dann angenommenwerden, wenn man zugleich zeigen kann, daß jener Aether die Nebel-materie' des Kometen nicht durchdringen kann. Auf eine mit Luft ge-füllte Blase würde jene Erklärung wohl pa»en, aber wo ist hier dieBlase, welche die Nebelhülle des Kometen einschließt?

Wie diese Sache auch stehen mag, so wird es jetzt noch angemesse-ner seyn, Beobachtungen zu sammeln, als Hypothesen zu schmieden, liesü^otiieses Arntnites, wie Arago sagt, cles opinion« «uns bnses, desveriwdle« loinsns. Demnach wollen wir diese theoretischen Untersuchun-gen unseren Nachfolgern überlassen und wieder zu demjenigen übergehen,was uns unsere eigenen Erfahrungen an diesen Himmelskörpern gelehrthaben.

tz. 159. (Sehr große Kometen.) Die meisten derjenigen Kometen,die wir in den letzten Decennien gesehen haben, waren nur sogenanntetelescopische Kometen, so klein und schwach beleuchtet, daß man sie nurdurch Fernröhre und auch da oft schlecht genug erkennen konnte. Diebeiden größten, die uns seit lange besucht haben, waren die von denJahren 1807, I8II und 1835, besonders der von 1811, der aber auchnicht zu den größten gezählt werden kann, die man in früheren Zeitengesehen hat (Fig. 80 und 81). Wir wollen nur einige derselben näheranführen.

Die chinesischen Annalen erzählen, wie uns Thevenot in s. Ilist.

Kiimlm berichtet, von einem Kometen, der bei Nacht alle Sterne durchseinen starken Glanz unsichtbar gemacht und die Nacht selbst in einenlwllen Tag verwandelt haben soll. Nach dem Tode des Demetrius, sagtSeneca (nnt. saunest. I.. V!!.), erschien ein Komet so groß als derMond, der ganz roth und von sehr Hellem Lichte war. Aristoteles schreibtvon dem Kometen, der i. I. 371 vor Chr. G. erschien, daß sein Hellerund breiter Schweif den dritten Theil des sichtbaren Himmels eingenom-men habe. Im Jahre 43 vor Chr. G>, bald nach Cäsars Tod, er-schien ein Komet, der so hell war, daß man ihn selbst am Mittagnoch gut sehen konnte. Die Römer glaubten, daß er gekommen sey,den Geist des großen Dictators zu empfangen, um ihn dem Sitze derGotter zuzuführen. Selbst die Sonne, in blassen Schleier gehüllt', sollden Tod des außerordentlichen Mannes betrauert haben, und der Kometwurde deßhalb .inimm Kstlns genannt.

Zur Zeck Nero's, sechs zig Jahre nach Chr. G., erschien ein Komet,der, nach Seneca's Berichten, die Strahlen der aufgehenden Sonne ver-dunkelte. Im Jahre 14U2 erschienen zwei sehr große und helle Kometen.

Der von 1532 konnte den ganzen Tag durch am Himmel gesehen werden.

Der von 1456 hatte einen Schweif von 60 Graden Länge und der von

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