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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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409
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§. 158. , Kometen.

übrigens nicht nur durch den Schweif, sondern auch durch die Dunsthülledieser Kometen die feinsten Fixsterne mit fast ganz ungeschwächtem Lichtesieht, so scheint die Masse dieser Körper ganz ungemein fein und lockerzu seyn, und vielleicht würden einige Kubikfuß unseres Wassers, einerso hohen Temperatur ausgesetzt, schon hinreichend seyn, ähnliche Erschei-nungen zu erzeugen. Mehrere dieser Himmelskörper sind auch wohlbloße Dünste ohne alle feste, kernartige Masse, die sich, wenn sie eineWeile gedauert haben, oder wenn sie einem andern, größern und soli-der« Körper, nahe vorbeigehen, auflösen und völlig verschwinden, indemsie, wie ein Thau, auf die Planeten fallen oder in die Sonne herabreg-nen. Daß einige derselben schon öfter erschienen sind und ihre elliptischeBahn um die Sonne nach bestimmten Gesetzen beschreiben, kann dieseMeinung nicht umstoßen, da die Kometen in der Dichte ihrer Massenwahrscheinlich sehr verschieden seyn mögen, und da jede unserer Wolken,wenn sie in jene Gegenden des Weltraumes gebracht werden könnte, die-selben Erscheinungen hervorbringen würde. Wir werden bald noch an-dere Himmelskörper kennen lernen, die uns ebenfalls nur als ungemeiwausgebreitete Nebelgebilde erscheinen, die sich in noch viel entfern-teren Räumen, als die Kometen, bewegen, und die vielleicht nur Csn-glvmerationen von einer das Weltall erfüllenden, äußerst feinen, durch-sichtigen und elastischen Masse, des Aet Hers, sind. Die Kometen mö-gen diesen Aether, wo sie dichteren Schichten desselben begegnen, an sichziehen, und wenn sie sich später der Sonne wieder nähern, entfernt sichvielleicht diese fremde Masse, welche die starke Annäherung zur Sonnenicht ertragen kann, wieder von dem Kometen und hängt anfangs nurmehr in der Gestalt eines Schweifes mit ihm zusammen, bis sie sich end-lich ganz von ihm trennt. Bei dieser Hypothese könnten die Kometenim Allgemeinen gar wohl beständige Körper seyn, deren eigentlicher Kör-per unzerstört bleibt, während bloß die mit ihnen zufällig vereinigtemfremdartigen Stoffe von jenen Veränderungen getroffen würden. Viel-leicht ließe sich daraus zugleich erklären, warum die Gestalten dieserKörper, bei ihren verschiedenen Erscheinungen, so selten dieselben sind.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen sind zwar alle Körper desHimmels und der Erde gegen einander schwer, d. h. sie ziehen sich gegen-seitig an. Aber es wäre doch auch möglich, daß einige, daß selbst vieledieser Körper, die wir bisher noch nicht untersucht haben, davon eineAusnahme machen. Wissen wir doch noch immer nicht, ob der Licht-vder Wärme-Stoff, wenn er anders existirt, eine Schwere habe odernicht. Wenn dieß bei dem Lichtstoffe der Fall wäre, so müßte er sich,seit so vielen Jahrtausenden, schon längst um die Planeten angehäufthaben, wovon wir aber auch nicht die geringste Spur entdecken können.Und wenn es sonach in der That Körper ohne Schwere geben könnte,was hindert uns, noch einen Schritt weiter zu gehen und selbst Körpermit negativer Schwere, d. h. solche anzunehmen, welche die andern Kör-per nicht nur nicht anziehen, sondern sie von sich abstoßen. Die Chemiebat uns bereits solche Eigenschaften der einzelnen Theile der Körper inMenge kennen gelehrt. Wenn also die Sonne gegen den Kern des Ko-meten eine positive Schwere hat, so wird daraus die elliptische Bewe-gung der Kometen um die Sonne ganz so, wie bei den Planeten, er-klärt. Wenn eben so der Kern des Kometen gegen seine Dunsthülle aucheine positive Schwere hat, so wird man daraus die kugelförmige Gestaltdieser Hülle nach denselben Gesetzen ableiten, nach welchen man die sphä-rische Gestalt der Planeten und ihre Abplattung an den Polen bestimmt.Hat aber auch endlich die Sonne gegen die Dunsthülle des Kometen eine