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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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402
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Kometen. §. 155.

der Fig. 56 dargestellt. Bezeichnet aber dieselbe gerade Linie XL denscheinbaren Durchmesser der Sonne (der im Mittel 32 Minuten oder1920 Secunden beträgt), so geben die Durchmesser der in Fig. 57 ver-zeichneten Kreise in demselben Verhältniße auch die scheinbaren größtenund kleinsten Durchmesser der Planeten, so wie sie von der Erde gesehenwerden, alles nach der zweiten Tafel von I. H. 149.

Die Zeichnung Fig. 58 endlich zeigt die relativen Geschwindigkeitenoder die Winkelbewegungen der Planeten um die Sonne während derZeit von 88 Tagen, in welcher Merkur seine ganze Bahn um die Sonnezurücklegt, übereinstimmend mit der ersten Columne der vorhergehendenTafel II.

Kapitel XI.

K 0 m e t e n.

H. 155. (Anzahl der Kometen.) Nebst den eilf Planeten und ihrenachtzehn Satelliten, die wir bisher betrachtet haben, gibt es noch einegroße Anzahl anderer Himmelskörper, die ebenfalls zu unserem Sonnen-systeme gehören, da sie sich, wie die Planeten, um die Sonne bewegen,die sich aber von denselben gleich auf den ersten Blick durch ihre Gestaltunterscheiden. Die Kometen waren lange Zeit der Gegenstand derBesorgniß der Menschen, da sie dieselben für außerordentliche Vorzeichenvon dem Zorne des Himmels hielten. Nachdem sich endlich diese Vor-urtheile verloren haben, berechnen wir jetzt ihren regelmäßigen Lauf,ohne sie zu fürchten, aber auch ohne diese Himmelskörper näher zu ken-nen. Ihre Natur ist uns bisher eben so fremd geblieben, als die Ab-sicht, mit welcher sie in den Weltraum gesetzt wurden.

Unsere Geschichtbücher erwähnen nahe fünfhundert Kometen, die sichbisher der Erde gezeigt haben sollen. Allein diese Zahl ist offenbar vielzu klein. In den früheren Zeiten, wo man noch keine Fernröhre hatte,wurden nur diejenigen Kometen bemerkt, die man mit freien Augensehen konnte, und auch von diesen wurden nur die größeren der Ver-zeichnung in den Chroniken würdig gehalten. Allein es gibt sehr viele,die so klein und lichtschwach sind, daß sie dem unbewaffneten Auge gänz-lich entgehen. Seit den Jahren 1769 bis 1807, also in 37 Jahren, er-schien auch nicht ein einziger, dem gemeinen Mann auffallenoer Komet,und doch haben die Astronomen in derselben Zeit mit ihren Fernröhrennicht weniger als 36 nicht bloß gesehen, sondern auch förmlich beobachtet.Seit einigen Decennien, besonders seit sich die berühmten Kometenjäger