§. l54. Die Monde der drei äußersten Planeten. 44) 1
dargestellt. Der äußere, das Ganze umfassende Kreis, in dessen Mittel-punkte die Sonne ist, kann als die Ekliptik, die hier mit der Ebene desPapiers zusammenfällt, betrachtet werden. Die Peripherie dieses Krei-ses kann man sich in 360 gleiche Theile oder Grade getheilt vorstellen,so daß bei v die Zahl 0°, bei die Zahl 90, bei ^ die Zahl 180° undendlich bei Z die Zahl 270° zu stehen kommt, wo dann diese Grade dieheliocentrischen oder von der Sonne gesehenen Längen andeuten. Soerscheint hier z. B. Jupiter in seiner Bahn, in der heliocentrischenLänge von 134° und Saturn in der Länge von 223° verzeichnet. Dieaussteigenden Knoten der Bahnen sind durch n und ihnen gegenüber dieniedersteigenden durch angezeigt. Derjenige Theil der Bahn, derüber der Ekliptik oder auf der Nordseite derselben liegt, ist ganz aus-gezogen, die andere, unter der Ekliptik liegende Hälfte der Bahn aberist durch eine punktirte Linie angezeigt worden. Die Pfeile deuten dieRichtung der Bewegung an, die bei allen direct ist, oder von West nachOst geht, blos den Halley'schen Kometen ausgenommen, der retrogradist, oder von Ost gen West geht. Die beiden geraden, punktirten, aufdie großen Axen der Kometenbahnen von Olbers und Halley senkrechtenLinien sind die kleinen Aren dieser Bahnen. Die bloße Ansicht derZeichnung zeigt schon die Ergänzung dieser beiden Kometenbahnen überdie Peripherie des das Ganze umfassenden Kreises. Wenn man in diesePlanetenbahnen auch noch die Orte der Perihelien und Aphelien dersel-ben eintragen will, so kann man dieß nach der Tafel I. §. 142. So ist. B. für die Uranusbabn die Länge des PeriHeliums im I67sten Gradezmit ?, und ihr gegenüber die Länge des Apheliums im 347sten Grademit ^ bezeichnet worden. Zieht man dann durch beide Punktes und IZeine gerade Linie, so drückt diese durch die Sonne gehende Gerade diegroße Axe der Planetenbahn aus. Halbirt man dieselbe Gerade, sobrückt die Distanz dieses Halbirungspunktes von der Sonne die Excen-tricität der Planetenbahnen, in Halbmejjern der Erdbahn gerechnet, aus.Uebrigens sind alle diese Planeten- und Kometenbahnen so vorgestellt,wie sie sich einem Auge hoch über der Sonne darstellen, welches dieseBahnen auf die Ebene der Ekliptik projicirr sieht.
Die Zeichnung Fig. 56 enthält die sämmtlichen Planeten in ihrerverhältnißmäßigen Größe und mit ihren Monden in derselben verhält-nißmäßigen Entfernung dargestellt, die in der Natur selbst statt hat,bloß die zwei äußersten Monde von Saturn und Uranus ausgenommen,die eigentlich über die Ebene der Zeichnung weiter hinausgerückt werdensollten, daher allen diesen Monden ihre Distanzen von dem Mittelpunktihrer Hauptplaneten, in deutsche Meilen ausgedrückt, beigefügt sind.Die beiden punktirten Bogen an den Polen von Jupiter, Saturn undUranus zeigen die Große der Abplattung, und die zwei größeren Bogenbei Saturn zeigen die äußerste oder am meisten geöffnete Lage desRinges, welche derselbe, von der Erde gesehen, noch annehmen kann.
Die Zeichnung Fig. 57 gibt die scheinbaren Durchmesser der Plane-ten oder die Winkel, unter welchen uns die wahren Durchmesser dersel-ben erscheinen und zwar die größten, wenn sie uns am nächsten stehen,und die kleinsten, wenn diese Planeten am weitesten von uns entferntsind. Für beide Zeichnungen stellt die obere gerade Linie derFig. 56 den wahren sowohl, als auch den scheinbaren Sonnendurch-messer. Nämlich wenn diese Linie für den wahren Durchmesser derSonne gilt, so werden die wahren Durchmesser der Planeten, des Sa-turnringes und der Distanzen der Satelliten von den Mittelpunktenihrer Hauptplaneten in demselben Verhältnisse durch die Zeichnungen
Littrow.