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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
389
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§. 144145. Die Monde der drei äußersten Planeten.

dem, dem Planeten nächsten anzufangen, 'J-, V24 und '/^4 desDurchmeflers von Jupiter sind, daß also der zweite der kleinste und derdritte der größte ist.. In Beziehung auf diese ihre Durchmesser ist dererste und vierte nahe doppelt so groß, als der Mond der Erde, derdritte hat einen nahe fünfmal größeren Durchmesser, als unser Mond,und der zweite endlich ist ihm beinahe gleich.

H. 144. (Wie sie von Jupiter gesehen erscheinen und umgekehrt.) Vonder Oberfläche Jupiters gestehen erscheinen sie, in derselben Ordnung, un-ter dem scheinbaren Durchmester von 33, 17, 10 und 7 Minuten; vonder Erde aber beträgt keiner dieser Dnrchmester noch zwei Secunden.

Dafür erscheint Jupiter selbst auf diesen Monden von einer gewal-tigen und imposanten Größe. Die Bewohner des nächsten Mondes sehenihren Hauptplaneten unter einem Durchmesier von IV'J Graden, also37mal größer, als uns der Dnrchmester der Sonne, oder in der Ober-fläche 1370 mal größer, als uns die Oberfläche der Sonne erscheint. Fürdiesen Satelliten kann daher sein Hauptplanet das ganze große Stern-bild Orions bedecken, und wenn er an dem Horizonte des Mondes auf-oder untergeht, so nimmt er den achtzehnten Theil desselben ein. Aufdem zweiten Satelliten erscheint Jupiter, in Beziehung auf seine Ober-fläche 620, auf dem dritten 240 und auf dem vierten endlich 78malgroßer, als uns die Oberfläche der Sonne.

Der Durchmesser der Sonne selbst aber erscheint den Bewohnern Ju-piters und seiner Satelliten nur mehr unter dem kleinen Winkel vonsechs Minuten, so daß der Abstand in der Größe, wie den Bewohnernder Satelliten die Sonne und ihr Hauptplanet erscheint, noch viel auf-fallender ist. In der That sehen die Bewohner des ersten oder nächstenMondes die Oberfläche Jupiters 37000, die des zweiten 14600, des drit-ten 5800 und endlich die des vierten I800mal größer, als sie die Sonnesehen, von welcher sie im Mittel um 108 Millionen Meilen entfernt sind.

H. 145. (Vorübergänge dieser Satelliten vor der Scheibe Jupiters.) Es

wurde bereits (I. H. 176) bemerkt, daß man diese Monde mit gutenFernröhren zuweilen auf der Scheibe Jupiters selbst bemerkt, wenn sienämlich zwischen ihm und der Erde durchgehen. Sie erscheinen dann alskleine, runde Flecken, die sich durch ihre dunklere Farbe auf dem beleuch-teten Hintergrunde Jupiters auszeichnen. Oefters schon hat man indiesen Flecken einen anderen kleinen, helleren oder grauen gesehen, dermit dem Monde selbst dieselbe Geschwindigkeit und Richtung der Bewe-gung hat und daher ein dunkler Flecken dieses Mondes ist. Bei demvierten Satelliten hat man überdies; eine periodische Aenderung seinesLichtes bemerkt, indem er immer am stärksten glänzt, wenn er weiter,als Jupiter, von der Erde entfernt ist, und am schwächsten, wenn erfür uns dießseits seines Hauptplaneten steht, so daß er uns dort seinehellere, hier aber seine dunklere Seite zuzuwenden scheint. Man hatdaraus den Schluß gezogen, daß auch diese Monde, so wie der derErde, in derselben Zeit sich um ihren Hauptplaneten bewegen, in wel-cher sie sich um ihre Axe drehen. Spätere Beobachtungen haben dießbei diesen vier Monden sowohl, als auch selbst bei einigen Monden Sa-turns vollkommen bestätiget (I. H. 166). Diese Gleichheit der Revolu-tion und Rotation soll schon Hartsöker i. I. 1706 gemuthmaßt haben,und wenn er gleich die Gründe davon nicht angeben konnte, so war esdoch gut, uns durch die Bekanntmachung seiner Meinung auf die Sacheaufmerksam gemacht zu haben. Es ist allerdings viel leichter zu muth-' maßen, als zu beweisen oder zu erfinden, und wir haben, besonders inder Astronomie, Beispiele genug, die dieß bestätigen. Aber auch jene

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