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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
381
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h. !4l.

Der Mond.

eben. Der größte Durchmesser des WallgebirgeS hat 15 Meilen. Dievielen Berge, welche dieses Wallgebirge bilden, sind an der östlichenSeire, die hier im Schatten liegt, am höchsten und betragen hier gegen10999 Fuß. Auch bei südwestlich von Plato, ist ein großes Gebirgemit einer ähnlichen, runden und finstern Kluft, wie bei dem Montblanc.DaS ihm westlich liegende Gebirg L ist noch höher. Südlich von Platoliegt Newton, denen Wallebene ans drei Seiten sehr niedrig und imOst ganz offen ist, wo die Oeffuung von zwei Hohen Bergen lc und mbegränzt wird. Die Höhe des Berges m beträgt nahe 9999 Fuß. AuchNewton'S innere Fläche ist, wie die des PlatiH ganz eben.

Die Figur 68 stellt den Plato und Newton zur Feit der letztenQuadratur vor. Hier sind die beiden Berge und st dieselben, welchezuvor durch L. und m bezeichnet worden sind. Bei diesem sehr niedrigenStand der Sonne über Newton bemerkte man in seinem Innern zwe(Erhabenheiten n und l>, aber im Plato nichts dem AehnlicheS. Die Fig.69 endlich stellt dieselbe Gegend 2'/^ Tag nach der ersten Quadratur vor,und in ihr suchte man vorzüglich die östlichen Umgebungen Plato'S deut-lich zu machen. Man sieht hier bei :r eine runde Einsenkung, d eineähnliche mit höherein Wallgebirge, o einen hohen Bergkopf in Plato'SWall und st zwei isolirte Berge, so wie a und K-. In mm ist eine Reihevon fünf gleich großen Bergen, die alle in eisser Linie stehen. Endlichsieht man in nun., mehrere kleine Wallgebirge. Diefe drei Darstel-lungen deßelben Gegenstandes zeigen deutlich, wie verschieden derselbeGegenstand bei veränderter Stellung der Sonnenbeleuchtung erscheint.ES gibt Stellen auf dem Moude, die dadurch so wesentlich verändertwerden, daß man sie nicht mehr an ihrer Gestalt erkennen kann, ja daßman sie oft gar nicht mehr sieht, während sie bei einer anderen Beleuch-tung sehr augenfällig erscheinen.

Die drei folgenden Zeichnungen (Fig. 79, 71 und 72) sind von Grnit-huisen gegeben worden. Die erste (79) stellt den Flecken Mersenne mitseiner Umgegend vor. Das Circellum a liegt, nach dem Verfasser derKarte, in einem tiefen Kanal, an dessen eine^ Seite die Fläche höher ist,als an der andern. Das ähnliche 9 sah Schröter, bei einer anderen,Beleuchtung, für einen Berg an, ist aber, so wie a, eine kreisrunde,mit einem Wall begränzte Vertiefung. Bei « sieht man, was G. einegeballte Wolke oder CumuluS nennt, die ihre Gestalt schon währendder Abzeichnung in einer Stunde bedeutend änderte. Daraus und ausdem Unterschiede dieser Zeichnung von der durch Schröter gegebenenschließt G. auf bedeutende Veränderungen, die durch Atmosphäre, Nebelund Dünste des Mondes auf der Oberfläche desselben erzeugt werden.Die zwei anderen Karten (Fig. 71 und 72) endlich stellen beide die Ge-genden um MenelauS und ManiliuS vor, und zwar beide in verschiede-nen Monaten, aber, wie man aus der Nachtgränze sieht, für nahe die-selbe Phase oder Lunation, woraus wieder zu folgen scheint, daß dieUrsache dieser Verschiedenheiten nur in der Atmosphäre des Mondes lie-gen könne. Aehnliche Beobachtungen hat Schröter und Gruithuisen beianderen Mondflecken in großer Anzahl gemacht. Immer aber kommendie größten Veränderungen in der scheinbaren Gestalt der Mondfiächenvon der verschiedenen Beleuchtung derselben durch die Sonne, wie manauch schon aus den drei vorhergehenden Darstellungen des Plato, undbesonders seiner Umgegend, sieht. Diese Mannigfaltigkeit der Beleuch-tung gibt der Landschaft oft ganz besondere Reize, und Schröter, derdoch so sehr daran gewöhnt seyn mußte, kann sich an vielen Stellen sei-nes sonst sehr trockenen und einförmigen Werkes nicht enthalten, die