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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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377
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5- Der Mond. Z77

Seite g^ht unmittelbar in das tiefste Dunkel der andern über, wahrendunlere Fernrohre doch bei viel entfernteren .Himmelskörpern, besondersbei der VenuS, eine deutliche Abstufung des Lichts au dieser Gränze-zeigen. Dies; letzt eine das Licht sehr wenig brechende, also auch wohlsehr wenig dichte Luft voraus. Dasselbe folgt auch aus den Bedeckun-gen der Fixsterne von dem Monde, die erst in seiner größten Näheschwächer werden und ibr Licht nur allmählig verlieren, und die mit ganzungetrübtem Glänze bis beinahe an seinen Rand hintreten und dannurplötzlich hinter demselben verschwinden, zum Zeichen, daß selbst diedem Monde nächsten und dichtesten Schichten seiner Atmosphäre, wenndiese überhaupt existirt, so fein und durchsichtig sind, daß sie mit denenunserer Lust nicht weiter verglichen werden können. Indeß will dochSchrörer zuweilen Spuren einer äußerst schwachen Dämmerung, beson-ders zur Zeit des Neumondes an den sogenannten Hörnerspitzen desMondeS, bemerkt haben. Er fand daraus die Höhe der Atmosphäre desMondeS zu '/z einer geogr. Meile, während unsere, das Licht noch merk-lich brechende Luft 8 bis 10 Meilen über die Erde sich erhebt. Woaber keine Atmosphäre ist, läßt sich auch kein Wasser oder eine demsel-ben ähnliche Flüssigkeit annehmen. Wenn der Erde ihre Luft entzogenwürde, so würden die Flüge und Meere derselben in kurzer Zeit verdün-sten und die ganze Erde austrocknen. In der That können wir auchauf der Oberfläche des MondeS nichts bemerken, was diesen unserenirdischen Wasserbehältern ähnlich wäre. Schröter behauptet, auf demganzen Monde auch nicht eine Stelle von einiger Ausdehnung gesehen zuhaben, die auf ihrer Oberfläche ganz eben wäre, wie die des Wassersseyn müßte. Die großen, grauen Stellen des MondeS, die man mitden Namen der Meere belegt hat, sind voll kleiner Erhabenheiten undVertiefungen und können durchaus nicht mit unsern Seen und Meerenverglichen werden. Indeß behauptet der jüngere Herschet, mit den großenTelescopen seines Vaters mehrere vollkommen ebene Stellen daselbst gefun-den zu haben, die er zwar nicht für Wagerfiächen hält, die aber dochganz den Charakter der Alluviation tragen sollen. Es ist in der Thatnicht wahrscheinlich, daß dieser Himmelskörper immer ohne Atmosphäregewesen ist. Die großen Revolutionen, die in der Vorzeit auf seinerOberfläche Statt gehabt haben, setzen die Wirkungen des FeuerS unddiese wieder die Luft voraus, wenigstens eine feine Luft, ohne welcheunser Feuer nicht bestehen könnte.

Für diesen Mangel an Flüssigkeit jeder Art spricht auch schon derbloße Anblick des MondeS. Er erscheint uns wie ein trockener Gyps-vder Schwefel-Guß mit unzähligen Blasen und Höhlungen, mit Bergenund Thälern bedeckt, die von großen und heftigen Erschütterungen zeu-gen, welche der Mond in der Vorzeit erlitten hat. Schröter ist der -An-sicht, daß alle diese Zerstörungen, die man auf der Oberfläche des Mon-deS bemerkt, durch eine nicht ganz vollführte Eruption oder durch einebloße Ausschwellung seiner Oberfläche entstanden sind. Das elastischeFluidum in seinem Innern drängte gegen die Oberfläche und verursachtedadurch an einzelnen Stellen jene Anschwellungen und wo sie stark genugwar, auch eine Eruption, wodurch dann die Krater und Wallgebirgeentstanden. Es scheint, daß zur Zeit jener Katastrophe der ganze Kör-per deS MondeS nicht mehr eine weiche, sondern mehr schon eine festeMasie gewesen, und daß wenigstens ein Theil dieser aufgeworfenen Massein eine Art von Schmelzung übergegangen sey. Was dergleichen Schmel-zungen oder Verglasnngen, wenn man so sagen darf, noch wahrschein-licher macht, ist die gänzliche Unmöglichkeit, allen den seltsamen Far-