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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
374
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Z7-z ' Der Mond. §. lzs-iz?.

Gruben oder Einsenkungen versehen sind, und meistens zwei oder meh-rere Ringgebirge zu verbinden scheinen.

Endlich muß man noch die großen, meist grau gefärbten Fleckenbemerken, in welchen sich nur geringe Unebenheiten, oder keine Bergefinden und die man mit den Namen der Meere bezeichnet hat, wie dasiVlni-e imdium, iinkiium, neoturi« u. s. w.

§. 136. (Rmggebirge des Mondes.) Die Ringgebirge, von denenwir auf unserer Erde wenig Aehnlickes auszuweisen haben, sind in sehrgroßer Anzahl auf dem Monde zu finden und scheinen durchaus vulka-nischen Ursprungs zu seyn. Die Revolutionen, durch die sie erzeugt wordensind, müssen von der heftigsten Art gewesen seyn. Der eigentliche Kerndes Copernicns ist ein solches Ninggebirge, dessen Inneres ganz dasAussehen eines Kraters hat, und der Krater dieses nun schon vielleichtseit Jahrtausenden erloschenen Vulkans hat sieben Meilen im Durchmes-ser, während der Krater des Aetna in Sicilien nur 4000 Fuß oder '/zMeile im Durchmeyer hat. Die Flächen und Thäler, welche diese Ring-gebirge einschließen, haben öfter eine Ausdehnung von vier bis fünfhun-dert Quadratmeilen. Die von den Wallgebirgen eingeschloyenen Räumesind als Einsenkungen unter der Kugelfläche des Mondes, als leere,trockene Kraterbecken zu betrachten, die weiter keine Aehnlichkeit mit un-seren von Bergrücken eingeschlossenen Ländern, wie z. B. Böhmen u. dgl.haben, und deren Tiefe, nach Schröters Meyungen, oft bis zu 1800VFuß geht, die also zuweilen so tief sind, als unser Chimborasso hoch ist.Einen solchen Krater findet man z. B. bei Eleomedes, an der Nordseitedes Alare Elisiuin, nahe an dem westlichen Rande der Karte; er hatZ'/s Meilen in seinem obersten Durchmesser und über 15009 Fuß Tiefe.Welch' ein Anblick für ein menschliches Auge, in einen Kessel von 3'/zMeilen im Durchmesser und von der Tiefe unserer höchsten Berge hinabzu schauen.

Die Ringgebirge, welche diese Krater umgeben, haben das Merk-würdige, daß die Masse dieser Berge immer sehr nahe so groß ist, alseben hinreichen würde, den Krater auszufüllen, den sie umgeben. Schrö-der hat sich Modelle von diesen Gegenständen gemacht, und diese Bemer-kung durch Messung immer bestätigt gefunden. Dieser Ring scheint da-her dieselbe Maye zu seyn, die den Krater vor seiner Entstehung ausge-füllt hat, zum Zeichen, daß diese Krater, womit die Oberfläche des Mon-des gleichsam übersäet ist, nicht durch Einsturz, sondern durch Eruptionentstanden sind. Auch scheint daraus zu folgen, daß die durch innereGährung an die Oberfläche geschleuderte Maye des Mondes zu jenerZeit sich in keinem flüssigen Zustande befunden hat, weil sie nicht, wiedie Lava unserer Vulkane, am Rande des Kraters ftromartig abgeflos-sen ist, sondern nur in der Nähe der Oeffnung sich rings um dieselbewallförmig angelegt hat. Uebrigens zeigt das Innere dieser ungeheuernHöhlungen, mit starken Fernröhren betrachtet, ganz denselben vulkani-schen Charakter, wie man ihn bei unserm Vesuv und auf der Karte derCamp»! uei von Breislak, oder auf der Karte des ste Doms

von Desmaret sieht, ja in einigen dieser Krater bemerkt man sogar mitsehr guten Fernröhren deutliche Spuren von vulkanischen Stratificationen,die von einander nachgefolgten Auswürfen entstanden sind und sich soschichtenweis.' über einander gelagert haben.

tz. 137. (Streifen des Mondes.) Die bereits erwähnten Streifen,welche diese Ringgebirge, nach Art unserer Straßen zu verbinden schei-nen, sind gewiß keine Flüsse, wie man früher wohl geglaubthat. Dennabgesehen, daß es auf dem Monde an Flüssigkeiten aller Art zu fehlen