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Der Mond.
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nur die von der Sonne abgewendete oder dunkle Seite der Erde sehen,oder die Mondsbewvhner haben Neuerde, während wir Vollmond haben.Wenn nnn die,e Seleniten so gute Augen haben, wie wir, so werden sienicht nur diese Lichtpha>e, sondern auch die verschiedenen Flecken be-merken, welche auf der Oberfläche unserer Erde von dem Festlande, denInseln und den verschiedenen Meeren derselben gebildet werden, und diesich ohne Zweifel durch ihre Farben sowohl, als auch durch die verschie-dene Intensität der Reflexion der Sonnenstrahlen unterscheiden. Sowerden sie, wenn es bei uns Mittag und Reumond ist, Europa, Asienund Afrika als eine zusammenhängende hellere Masse erblicken, die aufallen Seiten von einer dunklen, ebenen Fläche, dem Meere, umgebenist. Nach zwölf unserer Stunden aber sehen sie auf der großen Erd-scheibe beinahe die ganze Scene geändert. Denn nun ist die sogenanntealte Welt für sie verschwunden, und dafür liegt Amerika mit den vielenInseln des Südmeeres vor ihren Blicken. Auf diese Weise haben dieBewohner des Mondes, und nicht bloß die Gelehrten unter ihnen,ohne Zweifel schon vor Jahrtausenden und zwar auf den ersten Blickgesehen, worüber sich unsere Geographen und Astronomen so lange ge-stritten haben, daß nämlich die Erde an ihren beiden Polen abgeplattetist. Amerika war ihnen lange vor Columbus, und Australien langevor Cook schon bekannt, und die bei uns noch immer nicht aufgelösteFrage von einer nordöstlichen Durchfahrt nach Ostindien oder von demgroßen Lande am Südpol ist bei ihnen schon längst entschieden, da Je-dermann, der nur eben Augen hat, alle diese Dinge in jedem Monatebeinahe dreißigmal vor sich auf- und untergehen sieht. Die große Ueber-schwemmung, von welcher wir nur mehr dunkle Sagen haben, Pbschonsie vielleicht das ganze damals bekannte Menschengeschlecht getroffen hat,haben sie ohne Zweifel eben so ruhig angesehen, als sie jetzt noch denZug unserer Kriegsheere und das Gewühl unserer Schlachten betrachten,in denen sich unsere Brüder, oft ohne zu wissen, warum, in einer Stundezu Tausenden morden. Eine Stadt wie Wien z. B., von 3000 W. Klaf-tern im Durchmesser, würde, vom Monde gesehen, unter dem Winkelvon 3'/- Sec. erscheinen. Mit einem Fernrohr, das nur 25 mal ver-größert, würde ihnen daher die Stelle, welche diese Stadt einnimmt,nahe eben so groß, als uns Uranus erscheinen. Ueberhaupt sehen wireine Linie von 0.22 Meilen oder 5020 P. Fuß Länge auf der Oberflächedes Mondes, von der Erde betrachtet, unter dem Winkel von einer Se-cunde, daher wir Gegenstände im Monde, die bloß unsern einzelnenHäusern, Feldern :c. gleichen, noch nicht deutlich sehen können. Derschöne, runde Fleck Plato im Monde, der zehn deutsche Meilen imDurchmesser hat, wird schon mit einem Fernrohr von zehnmaliger Ver-größerung, unter dem Winkel seines Durchmessers von 45 Sec. sehrdeutlich gesehen. Mit einer Vergrößerung von 200 würde man in einemlichtstarken Fernrohre wohl schon Gegenstände im Monde erkennen, die einehalbe Meile im Durchmesser haben und daher unter dem Winkel von2^,0 Sec. erscheinen. Es scheint daher keinem Zweifel unterworfen, daßdie Seleniten, wenn sie anders den unseren ähnliche Augen haben, unseregroßen Städte, Flüsse u. dgl. sehen können, und daß sie vielleicht imGroßen viel richtigere Karten von unserer Erde besitzen, als alle unseretopographischen Bureaus zusammen genommen, die wahrscheinlich sehrin Verlegenheit kommen würden, wenn sie uns die genauen Karten vondem Innern Afrikas oder Neuhollands vorzeigen sollten.
Indem wir so gesehen haben, wie dem Monde die Erde erscheint,wollen wir auch einer besonderen Eigenheit der Erscheinung des Monds