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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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366
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Der Mond.

5- 128- l2S.

ohne weiche Lager, ohne alle Unterhaltung zu seyn und mit Ungemachaller Art zu kämpfen, um am Ende einige Steine oder einige getrocknetePflanzen, die Niemand von uns brauchen kann, aufzulesen, oder irgendeine Entdeckung zu machen, ohne die wir gewiß auch noch leben können,aus dem einfachen aber hinreichenden Grunde, weil wir bisher ohne siegelebt haben, eine Entdeckung, auf die am Ende doch nur wieder daund dort ein obscurer Gelehrter einiges Gewicht legen und die von allenandern, selbst von denen ignorirt werden wird, die etwa nach uns die-selbe Reise machen und, unseren cle Vo^aKeur in der Hand, sichinformiren wollen, nicht, welche Entdeckungen für die Wissenschaften wirgemacht haben, sondern nur, wo guter Wein und schmackhafte Bratenzu bekommen sind.

Man sieht aus allem Vorhergehenden hoffentlich zur Genüge, daßein Unternehmen dieser Art nicht nur thöricht und nutzlos, sondern daßes auch ganz unausführbar ist, und daß es daher besser seyn wird, unsnoch ein Weilchen hier unten zu begnügen und aus diesem Thal derThränen, das wir bewohnen, jene Gefilde der Freude mit sehnsuchtsvol-len Augen, oder was noch besser seyn möchte, ganz harmlos, aber dafürmit. guten Fernröhren anzuschauen.

H. 128. (Vortheile, die uns die Entfernung des Mondes zu der bessernKenntniß desselben gewährt.) Dieser Umstand, daß wir uns immer ineiner artigen Entfernung von dem Monde halten müssen, wird unsallerdings manche einzelne Merkwürdigkeit desselben verbergen, und wirdürfen nicht hoffen, die Oberfläche desselben so gut kennen zu lernen, alsdieß wohl gefchehen könnte, wenn wir auf ihr herumgehen und jedeneinzelnen Theil derselben mit dem Microscope untersuchen könnten. Aberderfelbe Umstand hat auch wieder, wie alle Dinge in dieser besten Welt,seine gute und sehr schätzenswerthe Seite. Wegen dieser Entfernunglernen wir den Mond im Großen viel besser kennen, als wir ihn ineiner größern Nähe sehen würden, und wir sehen vielleicht manches vonden Eigenschaften desselben auf den ersten Blick, von dem die Leute imMonde, wenn sie anders exiftiren, selbst nichts wissen. Unsere Urtheile,und so wahrscheinlich auch die der Mondsbewohner, hängen einmal vonden Umständen, von unseren Stellungen zu den Gegenständen ab, überdie wir urtheilen. Was uns zu nahe ist, können wir eben so wenigdeutlich sehen, als was zu weit von uns absteht, und so, wie wir ge-wöhnlich unter allen Menschen uns selbst am wenigsten kennen, weil wiruns selbst zu nahe stehen, so mögen auch die Seleniten unsere Erde vielbesser kennen, als wir selbst, weil sie uns auch zu nahe steht.

§. 129. (Wie dem Monde die Erde erscheint.) Wir haben bereitsoben (I. H. 164) von den Lichtabwechslungen gesprochen, welche die Erdedem Monde zeigt und die ganz denjenigen ähnlich sind, welche wir selbstan dem Monde bemerken, nur mit dem Unterschiede, daß jene denMondsbewohnern in einem viel größeren Maaßstabe erscheinen, da ihnendie Erdscheibe dreizehnmal größer vorkömmt, als uns die Scheibe desMondes. Wenn wir Neumond haben und daher nur die dunkle Seitedes Mondes, also eigentlich den Mond gar nicht sehen, weil er in ^(Fig. 26) zwischen uns und der Sonne steht, so sehen dafür die Be-wohner der uns zugekehrte» Seite des Mondes die Erde D als einerunde und ganz beleuchtete Scheibe, oder sie haben, wenn man so sagendarf, Vvllerde, während wir Neumond haben. Wenn aber der Mondzwei Wochen später nach 0 kömmt, und für uns der Sonne geradegegenüber steht, so sehen wir seine ganze beleuchtete Scheibe, währenddie Bewohner der uns zugekehrten Hälfte des Mondes von der Erde 4