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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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361
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h. 126.

Uranuö

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angenblicklieb vor Hitze umkommen sehen. Das Wasser ihrer Flüsse,ivenn es anders unierem Waßer gleicht, wird unsern polirten Steinen,und ß'lbst der bei uns nie frierende Weingeist wird unsern Diamantengleichen. Unter ,olchen Verhältnißen kann man sich die Leute in diesenvon der Sonne entfernten Weltkörpern nicht gut anders, als sehr tragund phlegmanich denken, und wahrend die des Merkurs stets tanken undlachen, mögen die im Saturn oder im Uranus, wie unsere Austern, anden Stellen liegen bleiben, wo sie geboren sind, und nicht einmal wissen,wie mau fröhlich zeyn und lachen kaun.

Doch genug und wohl schon mehr als genug von diesen Dingen,die wir nicht kenne,, und wahrscheinlich auch nie kennen werden. Mö-gen wir uns zufrieden stellen, daß wir von der Natur auf einen Ortim Weltraume angewiesen worden sind, der von allen jenen Extremen,der von der Hitze Merkurs und von der Kälte des Uranus gleich weitentfernt ist, und wenn jener alte Philosoph den Göttern dankte, daß erihn zum Menschen und nickt zum Thiere geschahen hat, daß er einGrieche und nicht ein Barbar geboren ward, so wollen auch wir esdankbar erkennen, daß wir auf dem unserer Organisation angemessensten,auf einen mittlern, gemäßigten Planeten, und überdieß auch noch aufdie gemäßigte Zone deßelben versetzt worden sind, und daß wir unsvieler Wohlthaten erfreuen und Tausende von Genüßen erlauben können,für welche die Bewohner des Senegals oder des Eismeeres keinen Sinnhaben oder, wenn sie ihn zn ihrem eigenen Unglücke haben sollten, ihnnur selten oder nie befriedigen können.

H. 120. (Ist Uranus der äußerste und letzte Planet des Soniiensostems'?)

Wichtiger, als jene unfruchtbaren Speculationen, möchte für uns dieFrage seyn, ob mit Uranus, den wir zuletzt betrachtet haben, die Reihe derPlaneten in der That geschlvßen ist, und vb es jenseits dieses Himmels-körpers keinen andern mehr gibt, der so, wie alle bisher aufgezählten,zu dem eigentlichen Svnnenstaat gehört.

Wir haben oben (I. H. 100. li. H. 84) die Distanzen von der Sonneaufgezählt, in welcher sich die Planeten folgen. Nennt man nämlich 4die mittlere Entfernung Merkurs von der Sonne, so würde, jener Reihezu Folge, die Entfernung des erstern über Uranus hinaus liegendenPlaneten 3mal 128 und 4 oder 388 seyn. Da nun die wahre mittlereDistanz Merkurs nahe acht Millionen Meilen beträgt, so würde dieDistanz dieses neuen Planeten wenigstens 770 Millionen Meilen, alsonahe doppelt so groß, als die Distanz des Uranus seyn. Wir werdenaber in einem der nächstfolgenden Kapitel zwei merkwürdige Kometenkennen lernen, die beide ihre Apbelien (I. §. 137) über der Urannsbahn,aber doch noch weit diesseits der Bahn jenes vermeinten neuen Planetenliegen haben, und von welchen der eine eine sehr starke Neigung zeinerBahn gegen die Ekliptik hat, während der andere sogar mit einer rück-läufigen Bewegung, d. h. von Ost gen West, seine Bahn beschreibt. Indem eilften Kapitel des dritten Theiles dieser Schrift werden wir sehen,daß alle älteren Planeten ohne Ausnahme, so wie auch ihre Monde,eine rechtläufige Bewegung, von West nach Ost, und überdieß eine imAllgemeinen nur gerinae Neigung ihrer Bahnen gegen die Ekliptik ha-ben. Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß diese Uebereinstimmung derNeigungen und der Richtungen der Bewegung bei allen Planeten dasbloße Werk des Zufalls ist, und wir werden später finden, daß dieselbeUrsache, welche diese Harmonie hervorgebracht hat, schon zu der Zeit derEntstehung dieser Planeren thätig qewelen >eyn, und daß endlich dieWirkungssphäre derselben sich bis zu den äußersten Gränzen unseres