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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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§. lll

Saturn und sein Ring.

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Revolutionen um die Sonne, d. h., während 29'/? Jahren zweimal ohneRing, wenn Saturn die heliocentrische Länge It>7" oder 347" hat, undzweimal am weitesten geöstnet, wenn er die heliocentrischen Längen von257" und 77" hat. Die Intervalle zwischen diesen Erscheinungen betra-gen daher 7^/5 Jahre, an deren Anfang und Ende der Ring immer amkleinsten und am größten erscheint.

Wenn daher Saturn in einem der beiden Knoten seines Ringes ist,so wird von diesem Ringe nur die schmale Kante durch die Sonne be-leuchtet, und der ganze Ring wird dann nicht bloß für das Ange inder Sonne, sondern auch für uns, für die Erde, verschwinden, wennanders unsere Fernröhre nicht stark genug sind, den schmalen Lichtsirei-fen, welchen diese Kante bildet, noch sichtbar zu machen, wo uns dannder Ring als eine feine gerade Linie erscheinen wird, wie ihn Herschelmit seinen großen Telescopen in der That öfter zu dieser Zeit gesehen hat.

Altein dieser Ring kann außerdem für die Erde noch aus ganz an-deren Ursachen verschwinden. Wenn nämlich erstens die Ebene desRinges durch die Erde gebt, so sehen wir keine seiner beiden breitenSeiten, von welchen im Allgemeinen immer eine von der Sonne beleuch-tet ist. Wir sehen dann bloß die Kante, die dunkle Kante des Ringes,d. h. wir sehen ihn gar nicht. Dieß ist z. B. der Fall, wenn die ErdetFig. 49) in in und Saturn in u oder e ist, wo dann die Ebene desRinges die Ekliptik in der Linie nino schneidet und durch das Auge desBeobachters in in geht. Wenn aber auch dieß nicht der Fall ist, son-dern wenn nur zweitens die erweiterte Ebene des Ringes zwischenErde und Sonne hindurchgeht, so kann der Ring auch schon für unsunsichtbar werden. Wenn z. B. die Erde in n und Saturn zwischen 4und u/ ist, so liegt die Ebene des Ringes zwischen 11 und 8, und dahier die dunkle Seite desselben zur Erde n gekehrt ist, so können wiribn nicht mehr sehen. Dasselbe kann sich ereignen, wenn überhaupt dieErde irgendwo in der Äälfte pno ihrer Bahn ist, während Saturn zwi-schen den Punkten .4 und a' sich aufhält, und eben so , wenn die Erdein der andern Hälfte pino ihrer Bahn, und Saturn zwischen dem Punkte.4 und a oder zwischen 0 und 0 ist.

Man bemerkt übrigens von selbst, daß diese beiden Arten von Ver-schwindungen des Ringes immer kurz vor oder nach der Epoche Statthaben müssen, wo die Ebene desselben durch die Sonne geht und dahernur der scharfe Rand des Ringes von ihr beleuchtet wird. Denn dadie Erdbahn gegen die des Saturn nur klein ist, so fällt die Ebene desRinges durch 14 Jahre ganz außer die Erdbahn, so daß also dann dieErde immer der von der Sonne beleuchteten Seite des Ringes zugekehrtist, und nur am Ende dieser Periode hat die Ringebene, etwa ein Jahrdurch, eine solche Lage, daß sie, verlängert, die Erdbahn schneiden kann.Diese beiden Fälle, wo die Ebene des Ringes entweder durch die Sonneoder durch die Erde geht, geben offenbar nur ein momentanes Verschwin-den desselben, während der dritte Fall, wo die Ebene des Ringes zwi-schen Sonne und Erde liegt, den Ring mehrere Wochen durch für dieErde unsichtbar machen kann.

H. 111. (Verschiedene Gestalten des Ringes, wie er von der Erde gese-hen wird.) Wenn man die halbe große Axe des elliptischen Ringes gleichder Einheit annimmt, so gibt die folgende Tafel den Werth der halbenkleinen Axe für jeden heliocentrischen oder geocentrischen (I. H. 114) Ab-stand des Saturn von dem auf- oder absteigenden Knoten des Ringesin Länge.