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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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337
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§- Jupiter.

vier Monde mit Hilfe eines S'/z füßigen Dollond'schen Objectivmikrome-rers zu beftiinmen. Er machte diese seine, für jenes Instrument rechtguten Beobachtungen in den Wiener Ephemeriden f. d. I. 1797 bekannt,und Wurm bat auf diele Messungen eine neue Massenbestimmung Ju-piters zu gründen gesucht (M>n. Eoii-. Band V.). Allein da Wurm fiel)mehrere wcklkuhrllche Aenderungen an den Beobachtungen Triesneckerserlaubte, so lst auch seine Massenbeftimmung, die er gleich findet,nicht als richtig anzunehmen. Behält man aber jene Beobachtungen,wie es seyn ,oll, unverändert bei, so folgt daraus die Masse Ju-piters Erst in unsern Tagen hat Prof. Airy in Cambridge dieseMejiungen der Halbmeyer der Satellitenbahnen an seinem großenAequatorial wieder vorgenommen und aus seinen sehr genauen und mitvieler Umsicht angestellten Beobachtungen diese Masse gleich gefun-den, was sehr nahe mit Triesnecker und auch nahe genug mit den Stö-rungen der vier neuen Planeten übereinstimmt. Dadurch ist also zu-gleich erwiesen, daß Jupiter ganz auf dieselbe Weise auf seine Monde,wie auf die vier neuen Planeten wirkt, und eine mit größerer Sorgfaltwiederholte Berechnung der Störungen Saturns wird wahrscheinlich auchhier die gewünschte Uebereinstimmung zeigen.

§. 199. (Anblick des Himmels auf Jupiter.) Nach allem, was wirbisher über die Oberfläche dieses größten aller Planeten kennen gelernthaben, müssen wir wohl als sehr wahrscheinlich annehmen, daß es aufdemselben ganz anders, als auf unserer Erde aussehen mag. Er ist mireiner Atmosphäre umgeben, die an Dichtigkeit der unserer tropfbarenFlüssigkeiten nahe kömmt, deren Wolken schon ganz solide Körper zuseyn scheinen, und in welcher immerwährend Revolutionen vor sich gehen,gegen die unsere heftigsten Stürme und Ungewitter nur als Kleinigkeitenzu betrachten seyn mögen. Ohne Zweifel wird dieser Planet auch vongroßen Strömen und ausgebreiteten Meeren bedeckt seyn, deren Aus-dünstungen sich in seine Atmosphäre erheben und da jene dichten Wolkenerzeugen. Wegen der geringen Schiefe seiner Ekliptik sind die Jah-reszeiten und die Temperaturen desselben nur sehr wenig verschieden,aber dafür dauert jede dieser vier Jahreszeiten so lange, als bei unsdrei volle Jahre. Die Höhe der Sonne ändert sich für jeden gegebenenOrt, während dem Lauf eines ganzen Jahres, nur um sechs Grade,während bei uns, in einer zwfilfmal kürzern Zeit, diese Aenderung schonsieben und vierzig Grade beträgt. Die Bewohner des Aeguators habendie Sonne beinahe immer in ihrem Zenithe, und selbst wenn sie amtiefsten steht, ist sie nur drei Grade von ihrem Scheitel entfernt. Diebeiden Pole aber haben abwechselnd durch eine Zeit, die sechs Jahrender Erde gleichkömmt, immerwährend Tag oder Nacht. Wenn dieselange Nacht aufhört, und die Sonne den Bewohnern der Pole wiedererscheint, um wieder sechs Erdenjahre für sie nicht unterzugehen, so ziehtsie doch nur ganz nahe an ihrem Horizonte herum und erhebt sich auchim Mittag nicht mehr als drei Grade über denselben. Aber auch inden andern Gegenden, zwischen dem Aequator und den Polen, sind dieKlimate sehr schroff abgeschnitten und der Unterschied weniger Gradeder Breite mnß schon eine große und conftante Veränderung der Tem-peratur hervorbringen. So lange übrigens die Jahreszeiten auf diesemPlaneten dauern, so kurz sind im Gegentheile wieder die Tageszeiten,da dort Tag und Nacht zusammen genommen noch nicht zehn unsererErdstunden betragen. Der Unterschied zwischen dem Tag im engernSinne des Wortes, d. h. zwischen der Anwesenheit der Sonne über demHorizonte und der Nacht, ist dort, etwa die nächsten Gegenden an den

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