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man auch in den zwischen jenen beiden Extremen liegenden Gegendenbemerken, da die lange Dauer der Jahreszeiten (sein Jahr ist zwölf derunseren gleich) dort auch einen stärkeren und bleibenderen Eindruck ma-chen wird. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß die constanten, demAeguator parallelen Streifen, von welchen wir oben gesprochen haben,eine Folge dieses Eindrucks, gleichsam ein stehender Typus der dort sosehr verschiedenen Klimate seyn mögen.
tz. 98. (Masse Jupiters.) So wie die Umlaufszeit und die Abplat-tung dieses Planeten nur schwer mit Genauigkeit zu bestimmen ist, ebenso große und wohl noch größere Schwierigkeiten bot die Masse desselbendar, deren genaue Kenntniß den Astronomen doch so wichtig ist, weilvon ihr der größte Theil der Störungen abhängt, welche die anderen,besonders die ihm näher stehenden Planeten erfahren. Wir werden imFolgenden sehen, auf welche Weise man das Verhältniß der Masse einesmit Satelliten versehenen Planeten gegen die Masse der Sonne bestim-men kann, wenn die Umlaufszeit des Planeten um die Sonne, die Um-laufszeit des Satelliten um seinen Hauptplaneten, und endlich derscheinbare Halbmesser der Bahn dieses Satelliten zur Zeit der mittlernEntfernung des Jupiters von der Sonne durch die Beobachtungen gege-ben ist. Nennt man nämlich a das Produkt des Würfels dieses Halb-messers, multiplicirt in das Quadrat der Umlaufszeit des Planeten,und dividirt durch das Quadrat der Umlaufszeit des Satelliten, so findetman die Masse dieses Planeten gleich der Größe u dividirt durch 1 — a,wenn die Sonnenmasse als Einheit vorausgesetzt wird. Newton hatuns diese schöne und einfache Methode bekannt gemacht und fie auch zu-gleich auf Jupiter angewendet. Indem er den Halbmesser der Bahndes vierten Satelliten aus den Beobachtungen seines^ Freundes Halleyzu Grunde legte, fand er ( Urin«-. pssilo«.) die Masse Jupiters gleichVtSZZ der Sonnenmasse. Später nahm er aus Pound's Messungen einenandern Halbmesser jener Bahn an und fand für diese Masse ^««7und diese letzte wurde von allen Astronomen des achtzehnten Jahrhundertsals die wahre angenommen, wie sie denn auch in der Nee. eeleste vonLaplace als eine Angabe betrachtet wird, mit welcher sich, in Beziehungauf ihre Genauigkeit, nur wenig andere astronomische Resultate verglei-chen lassen sollen. >
Allein außer diesen Satelliten gibt es auch noch ein anderes Mit-tel, die Massen der Planeten, vorzüglich so großer Planeten , zu bestim-men, die Störungen nämlich, welche andere Planeten von ihnen erfah-ren und die natürlich desto bedeutender seyn müssen, je größer die stö-rende Masse ist, daher man auch umgekehrt, aus den Wirkungen, diedurch unmittelbare Beobachtungen gegeben werden, auf die Ursache die-ser Wirkungen, d. h. auf die Massen der störenden Planeten zurück-schließen kann. Bouvard unternahm es, auf den Rath seines grossenFreundes Laplace, auf diesem Wege die Masse Jupiters durch die Stö-rungen zu bestimmen, welche Saturn von ihm leidet, und er fand dar-aus die Masse Jupiters V,«7Z, also nur unbedeutend von der eben an-geführten Bestimmung verschieden. Diese Uebereinstimmung vorzüglichwar es, die zu dem Schlüsse zu berechtigen schien, daß wir die MasseJupiters mit sehr großer Schärfe kennen. Allein Jupiter bringt in denBewegungen der vier neuen, kleinen Planeten noch viel bedeutendereStörungen hervor, als in denen Saturns. Gauß war der erste, der dies;erkannte und auch sogleich anwendete. Er fand aus seinen Berechnungender Pallas, so wie Nicolai aus den Untersuchungen der Juno, daß die