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Eigenschaft, durch welche sie sich von den vier anderen unterscheiden.Bei Jupiter und Saturn sind diese beiden Geschwindigkeiten sehr wenig,und bei Uranus, so viel wir aus unseren bisherigen Beobachtungenschließen können, gar nicht verschieden, während im Gegentheile die fort-rückende Bewegung zu der rvtirenden sich verhält bei Merkur wie 302,bei Venus wie 78, bei der Erde wie 67 und bei Mars wie 96 zu 1. —Diese schnelle Rotation Jupiters hat auch eine sehr große Abplattungan seinen Polen zur Folge. Nach den ersten Bestimmungen derselben,von D. Cassini i. I. 1666, soll sich die große Axe Jupiters zur kleinenwie 15 zu 14 verhalten, oder seine Abplattung soll gleich 0.066 seyn.Später fand Pound diese Abplattung gleich 0.075. Short bestimmtemit einem sehr guten Heliometer dieselbe zu 0.071, Köhler zu 0.065 undSchrvter sogar zu 0.083. Nach der letzten Bestimmung würde also derAequatorialhalbmesser Jupiters die halbe Polaraxe desselben um 800Meilen übertreffen, während bei der Erde dieser Unterschied nur etwa3 Meilen beträgt. Daß aber die Abplattung mit der Rotations-Ge-schwindigkeit wachsen muß, ist schon oben (I. H. 27) gezeigt worden.Nach den neuesten Beobachtungen von Struve betragen diese zwei Durch-messer Jupiters in seiner mittlern Entfernung 38".442 und 35".645,also die Abplattung 0.0728. Auch stimmt diese starke Abplattung sehrgut mit der Theorie von der Gestalt der Himmelskörper. Laplace, demwir die Entwicklung dieser Lehre vorzüglich verdanken, war sogar derAnsicht, daß die Bestimmung der Abplattung Jupiters, durch die Theoriegenauer ist, als die der unmittelbaren Beobachtung, welche letzte in derThat mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, wie schon die so ebenerwähnten, unter sich sehr abweichenden Angaben zeigen.
H. 97. (Jahreszeiten auf Jupiter.) Die Axe seines Aequators istgegen die Axe seiner Bahn nur um den kleinen Winkel von drei Gra-den geneigt, d. h. die Schiefe der Ekliptik beträgt bei Jupiter nur dreiGrade, nahe achtmal weniger als bei der Erde. Da aber der Wechselder Jahreszeiten von der Größe dieser Schiefe abhängt, so folgt, daßauf Jupiter dieser Wechsel sehr gering, oder daß der Sommer daselbstnur sehr wenig von dem Winter verschieden seyn wird. Dasselbe giltauch von den Tageszeiten; bloß die Gegenden zunächst um die beidenPole ausgenommen, denen die Sonne eine Zeit ihres Jahres nicht auf-oder nicht untergeht, ist für bei weitem den größten Theil der Ober-fläche Jupiters das ganze Jahr hindurch der Tag und die Nacht vonnahe gleicher Länge, d. h. gleich fünf unserer Stunden. Desto fühlbarermag aber für die Bewohner dieses Planeten der Unterschied der Klimateseyn, wenn sie gleich den Unterschied ihrer Jahreszeiten vielleicht nurmit Mühe bemerken. Die Temperatur und die Witterung wird näm-lich für dasselbe Land im Sommer und Winter nur wenig verschiedenseyn, aber es wird, in Beziehung auf dieselben Eigenschaften, sehr vieldarauf ankommen, ob das Land nahe oder ferne von dem Aequatorliegt. In der dem Aequator zunächst liegenden Zone herrscht ein ewigerFrühling oder Sommer, da die Sonne beinahe immer in dem Scheitelder Bewohner dieser Zonen erscheint. Unter den beiden Polen aber siehtman die Sonne, selbst wenn sie, in der Mitte ihres sogenannten Som-mers, am höchsten steht, nur drei Grade über dem Horizonte. Dieseletzten Gegenden müssen also unter ewigen Schneefeldern und Eisgebir-gen begraben seyn, die um so weniger aufthauen oder abnehmen können,da die über hundert Millionen Meilen entfernte Sonne auf den Jupiternur mehr als eine sehr kleine Scheibe, siebenundzwanzigmal kleiner alsauf der Erde, erscheint. Aehnliche scharfe Abschnitte des Klimas wird