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Marö.
§. 80-81,
Die Umlaufszeit dieses Planeten nm die Sonne beträgt 686.980Tage in Beziehung auf die Fixsterne, und 686.930 Tage in Beziehungauf den Frühlingspunkt (I. H. 123). Daraus folgt, daß er in seinermittlern Geschwindigkeit während jeder Secunde nahe 3^/z Meilenzurücklegt. — Die Masse des Mars ist schwer mit Genauigkeit zu be-stimmen, da er keinen Satelliten hat. Wir haben kein anderes Mittel,als die Störungen, die er in dem ^'aufe der Erde hervorbringt, um ausihnen rückwärts auf die eigentliche Kraft, d. h. auf die Maße des stören-den Körpers zu schließen. Allein da diese Störungen, wegen der gerin-gen Masse des Mars, selbst wenn sie am größten sind, nur sieben Se-cunden betragen, so gewähren sie keine hinlängliche Sicherheit. Mannimmt an, daß die Masse des Mars mir etwa '/,<> von der Masse derErde sey, während die Dichte dieser Masse "/.« der mittlern Dichte derErde betragen soll. Daraus würde folgen, daß die Körper auf derOberfläche dieses Planeten in der ersten Secunde nur durch 6F,« Fußfallen, der kleinste Weg, den überhaupt die frei fallenden Körper aufirgend einem Planeten unseres Sonnensystems zurücklegen.
H. 80. (Flecken lind Rotation des Mars.) Man erkennt diesen Pla-neten sehr lcicht an seiner trübrothen Farbe, die der des mattglühendenEisens ähnlich ist. Mit guten Fernröhren hat man auch mehrere Fleckenauf seiner Oberfläche beobachtet, die eine braunrothliche, unserer Ocher-erde, oder unserem rothen Sandsteine ähnliche Farbe haben, und viel-leicht das Festland dieses Planeten bezeichnen, während andere, grünlichgefärbte Flecken Seen oder Meere seyn mögen. Cassini beobachtete siezuerst i. I. 1666, und schloß daraus die tägliche Rotation dieses Pla-neten um seine Axe gleich 24 St. 40 M. unserer mittleren Zeit (I. H.158). Der ältere Herschel bestimmte diese Umlaufszeit später i. I. 1781auf 24 St. 39 Min. 21 See., und eben so wurde sie auch von Beer,Mädler und Kunowsky gefunden, die sich erst in den letzten Jahren mitdiesem Gegenstande eifrig beschäftiget haben. Es ist immer merkwürdig,daß die Tage der vier nächsten Planeten bei der c^onne alle nahe gleichlang sind, während sich die von der Sonne entfernteren Planeten durch-aus viel geschwinder bewegen. Die letztgenannten Beobachter fanden,daß jene Flecken in Beziehung auf ihre Gestalt und auf ihren Ort sehrconstant sind, und sie glaubten daraus folgern zu dürfen, daß sie nicht,wie man früher glaubte, wolkenartige Gegenstände seyen, sondern daßsie vielmehr der Oberfläche des Mars selbst angehören. Allein dieserFlecken gibt es wohl wenigstens zwei sehr verschiedene Arten. Schröterund Harding haben an den meisten der von ihnen beobachteten Fleckeneine sehr große Veränderlichkeit wahrgenommen. Schröter beobachtetemehrmals die Geschwindigkeit, mit welcher sie über die Oberfläche ihresPlaneten hinziehen, zu 50 und selbst zu 90 Fuß in einer Secunde, wasdie Schnelligkeit unserer heftigsten Stürme beinahe um das Doppelteübertrifft. Auch hat man häufig Veränderungen in der Gestalt der einenGattung dieser Flecken bemerkt, zum Beweise, daß diese wenigstens derAtmosphäre des Mars angehören.
tz. 81. (Atmosphäre des Mars.) Auch die Atmosphäre des Marsist nach einigen Beobachtungen ganz verschieden von der, die wieder An-dere gesehen'haben wollen. Cassini und Römer sahen öfter kleine Fix-sterne, wenn ihnen Mars näher rückte, allmählig dunkler werden undendlich ganz verschwinden, noch ehe sie den eigentlichen Rand des Pla-neten erreichten. Sie schrieben dieß der sehr starken Atmosphäre desselbenzu, die besonders in den untern Schichten so dicht seyn sollte, daß mandie kleinen Sterne dadurch nicht mehr sehen konnte. Allein James South