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Diese Durchgänge der Venus sind aber in der neueren Astronomievon besonderer Wlehrigke.^ daher wir uns auch hier etwas länger beiihnen aushalten wouen. Sie geben uns nämlich bei weitem das besteund Mittel, !.te Sntserttung der Sonne von der Erve, oder lvaö
dnlielde rle dnlde ^los^e ^lre der Srddndn >n dejtnnnien 2)leieAre ist aber das große Maaß, und gleichsam die ^e mit welcher dieAstronomen das ganze Planetensystem auSmessen, und überhaupt alleEntfernungen un Welträume bestimmen, daher die genaue Kenntniß der-selben in so hohem Grade nothwendig ist. — Dieses Maas? hänat abernicht bloß von der Willki.hr der Astronomen ab, wie wohl sm.st die Ein-heit alle. nnse.et andeln -Maaße, sondern sie wird uns gleichsam vonder Natur selbst aufgedrängt. Nach dem dritten Kepler'schen Gesetze(I. H. I4tz) nämlich verhalten sich die Quadrate der Umlaufszeiten derPlaneten wie die Würfel der großen Halb-Axen ihrer Bahnen. Diesedl.nlausszeiten sind aber, wie bereits oben sl. 125) gesagt wurde, derArt, daß sie sich mit der größten Genauigkeit bestimmen lassen. Mitgleicher Schärfe wird man also auch jene Halb-Aren, d. h. die mittlerenEntfernungen von der Sonne für alle Planeten bestimmen können, wennmau nur einmal eine einzige dieser Entfernungen, wenn man z. B. diemittlere Entfernung der Erde von der Sonne kennt. Und eben dazuwerden uns die Durchgänge der Venus, und zwar mit einer Sicherheitverhelfen, die wir von keiner unserer anderen astronomischen Beobach-tungen, welcher Art diese auch seyn mögen, erwarten können. Ja selbstüber die Größe dieser Planeren und über die der Sonne selbst müssenwir so lange in völliger Ungewißheit bleiben, als wir die Entfernungderselben von uns nicht näher kennen. Denn unsere Beobachtungen qebeuuns nichts, als die scheinbare Größe dieser Himmelskörper, d. st. nichts,als den bloßen Win kel, unter welchem uns der wahre Durchmesser der-selben erscheint. Dieser Winkel kann aber immer derselbe bleiben, wennauch der wahre Durchmesser vielmal größer, aber der Planet zugleichweiter von uns entfernt würde, oder umgekehrt, so daß man aus dembloßen Winkel, unter welchem uns ein Gegenstand erscheint, nichts, wederüber seine wahre Größe, noch über seine Entfernung von uns, ausmachenkann. Von diesen drei Dingen, wahrer und scheinbarer Durchmesser undEntfernung von uns, müssen nämlich, der Natur der Sache nach, immerzwei gegeben seyn, um daraus das Dritte zu finden.
H. 63. (Wann diese Durchgänge statt haben.) Eigentlich sollte in jedersynodischen Revolution (I. h. 124) der Venus, d. h. in je 583 921 Tagenein Durchgang dieses Planeten vor der Sonnenscheibe erfolgen, weil erin dieser Zeit einmal zwischen uns und der Sonne durchgehen muß.Allein da die Neigung der Bahn der Venus gegen die Ekliptik über dreiGrade, der Halbmesser der Sonne aber nur einen halben Grad beträgt,so wird es oft geschehen, daß dieser Planet zur Zeit seiner untern Con-junction, wo er zwischen uns und der Sonne ist, zu hoch über, oder auchzu tief unter der Sonne steht, und daher von uns nicht auf der Sonneselbst gesehen werden kaun.
Offenbar kann Venus zu dieser Zeit nur dann in der Sonne er-scheinen, wenn die von der Erde gesehene Breite (I. H. 118) nicht größerist, als die Summe der Halbmesser der Sonne und des Planeten, d. h.also nicht größer als 990 Secunden, da der Halbmesser der Sonne imMittel 961, und der der Venus in der untern Conjunctiv.. 29 Secundenbeträgt. Venus muß daher zu dieser Zeit in der Nähe eines ihrerKnoten sl. H. 117) seyn, und sie darf, wie man durch Rechnung zeigenkann, höchstens um 1° 50' von diesem Knoten abstehen, wenn ein Durch-
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