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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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303
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6i. Venus.

ten (!. H. 121), das; der Satellit, seiner grasten Breite wegen, bei denDurchgangen der Venus von 1761 und 1769 auf der Svnnenscheibe nichtfichtbar seyn konnte, das; er aber bei der damals nahe bevorstehendenConjunctiv» am lsren Junius 1777 sich auf der Sonne pro/iciren würde;allein die Astronomen haben ihn auch zu dieser Zeit vergebens gesucht,und man ist jetzt der beinahe allgemeinen Meinung, daß ein solcher Sa-tellit der Venus nicht evistireEs scheint mit ihm zu gehen, wie es

König Friedrich II. wollte diesen Mond der Venus, zu Ehren seines gelehr-ten Freundes, ck'.4lowlioit genannt wissen. Allein dieser zog sich vordieser königlichen Gunstbezeugung mit den Worten zurück: im suisnl N880? granck pvur clovonir au ciol I« «atollite sie Vsinus, ni asse?jouu, pour l'oiro «ur In torro, et je me trouve trop dien cku ueu cleiilace, aue je tieus sie ee bas mousie, pour eu amliitionnsr une ausirinameut." Diese Sucht, den Gestirnen die Namen merkwürdigerPersonen zu geben, war in früheren Zeiten sehr groß, und ging zuwei-len in das Lacherliche über. Galilei nannte die von ihm entdeckten Sa-telliten Jupiters die Mediceischen Gestirne, zu Ehren der damals in Flo-renz regierenden Familie der Medici. Der Jesuit Schiller hat sogar denganzen gestirnten Himmel umgerauft, und die seit Jahrtausenden einge-führten Namen der Sternbilder in die Heiligennamen seines Kalendersverwandelt, wie man in s. 8tollatum Evelum Ekwistiavum v. I. 1627sehen kann. Am weitesten hat man diese Sache bei dem Monde getrie-ben. Der berühmte Bürgermeister Hevel in Danzig, der uns i. I.1647 die ersten guten Mondkarten gab, legte den vielen Flecken dessel-ben die Namen unserer Gebirge, Länder und Meere bei. Ein spätererAstronom in Spanien fand diese Benennungen sehr unpassend und sub-stituirte ihnen dafür die Namen der Heiligen. So wurde statt der Appe-ninen der h. Michael mit seinem flammenden Schwerte; statt des ägäi-schen Meeres mit seinen vielen Inseln, die h. Ursula mit ihren 16000Jungfrauen, statt dem Aetna der blinde Tobias u. dgl. gesetzt. Alleinbald darauf kam der bekannte Jesuit Riccioli, der sich sehr viel mit demMonde und überhaupt mit der ganzen Astronomie beschäftigte, ohneaber dadurch diese Wissenschaft eben viel weiter zu bringen. Dieser fandwieder jene Heiligennamen unpassend, und führte dafür die Namen be-rühmter Astronomen und anderer Gelehrten ein, unter welchen er sich,ohne Zweifel aus Bescheidenheit, die oberste Stelle vorbehielt. Aufdiese Weise mußte der h. Athanasius dem alten Plato; die h. Marga-rethe dem Ptolemäus; der h. Anton der Einsiedler dem jüngeren Pliniusund die h. Genovefa dem Galilei ihren Platz abtreten, und nur die h.Katharina blieb, aus besonderer Anhänglichkeit Riccioli's an eine Fraudieses Namens, ungekränkt an ihrer Stelle. Indeß, das UnternehmenRiccioli's war vom Glücke begünstigt, und wir sehen noch in unserenTagen auf deni Monde, oder wenigstens auf unsern Karten von demMonde, zwar noch viele Seen und Meere aus den guten Zeiten des al-ten Hevel, aber auch noch hier unseren Hevel selbst mit Gnmaldi, dortden König Alphons von Castilien mit Ptolemäus, und au einem drittenOrte sogar den alten Aristipp aus Chrene mit Herrn (.assim ^cwls,friedlich und Arm in Arm mit einander spazieren gehen, za selbst Riccioliglänzt noch in seiner früheren Glorie ganz auf dem obersten Punkte desMondrandes. Uebrigens verstanden sich selbst die alten Römer schonauf diese, wie es scheint, sehr leichten Künste, ja sie wußten sich diesel-