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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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299
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I ^ Venus. 2'.)'.»

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5 ^ '.sti:st unbekannt. Sie ist vielleicht in einem eigenen phosphorescirenden Lichte

^ 'st-, zu suchen, das der Oberfläche dieses und wohl auch noch mehrerer anderer

, st. 'ch ^ Planeten eigenthümlich seyn mag.

H,,stüst tz. 56. (Flecken und Atmosphäre der Venus.) Cassini und Bianchini

wollen auf der Venus Flecken, denen unserer Sonne ähnlich, gefunden

st ' stst haben: allein Schröter konnte, seiner sorgfältigen und lang fortgesetzten

. 'st,, Beobachtungen ungeachtet, keine dunklen Flecken, sondern nur zuweilen

' sehr schwache und bald vorübergehende Spuren von grauen, unsern Wol-

^ ^ 5, ken ähnlichen stellen sehen. 'Aber daß dieser Planet mit einer Atmosphäre,

die der unsern an Dichtigkeit und Hohe nahe gleich ist, umgeben sey,

hst hat schröter durch dieselben Beobachtungen außer Zweifel gesetzt. Wenn

st. ,st nämlich unsere Erde keine Atmosphäre hätte, so würden wir auch keine

In-st st st Morgen- oder Abend-Dämmerung haben, und die dunklen Schatten der

lt'h-stst Nacht würden , im Augenblicke des Untergangs der Sonne, unmittelbar

r. "ch auf deu helleu Tag folgen. Jetzt aber sendet die Sonne, auch wenn sie

- st") schon unter den Horizont gegangen ist, ihre Strahlen noch auf die höher. st st'st über der Erde stehenden Luftschichten, von welchen sie wieder zu uns. -Ist),st zurück gebrochen werden (Vergl. l. tz. 188). Es ist klar, daß diese Däm-

merung im Allgemeinen desto stärker seyn und desto länger dauern wird,

stst je dichter und je höher die Atmosphäre ist. Bei unserem Monde nun

stst^ ist, wie jeder sogleich sieht, der ihn durch ein Fernrohr betrachtet, der'-''sthelle Theil seiner Oberfläche von dem dunkeln sehr scharf getrennt, oder

'st«c das Licht des einen geht plötzlich und ohne alle Abstufung in die Fin-

- '' -6 sterniß des anderen Theiles über, zum Zeichen, daß er keine Dämmerung,

- st« also auch keine Atmosphäre, wenigstens keine beträchtliche und uns merk-n -- bare 'Atmosphäre haben kann. Auch verschwinden die Fixsterne, vor

IR", denen der Mond, auf. seinem Wege um die Erde, vorbeigeht, sehr schnell,st"« ohne zuerst an Licht allmählig verloren zu haben, und kommen eben so' > plötzlich auf der andern Seite wieder hervor. Dieß könnte nicht seyn»e. n wenn der Mond eine 'Atmosphäre hätte, die, ihrer Natur nach, in grüße-st > st" rer Nähe bei der Oberfläche dieses Körpers auch dichter und weniger,-st - , i>' durchsichtig seyn müßte. Ganz anders verhält sich dieß bei der Venus.

st t Das sonst blendend weiße Licht dieses Planeten verliert gegen die Nacht-

st ' st seite hin immer mehr von seiner Helle, und geht, nahe bei der Licht-

' Hu, gränze selbst, in eine mattgraue Farbe über, die sich oft weit über die

st ststst Lichtgränze hinaus in die Nachtseite der Venus hineinzieht. Dieß sind

- aber die Gegenden, denen eben die Sonne untergegangen ist, oder fürst^. die sie eben aufgehen will, und die daher ihre Abend- oder Morgen -Däm-stst,? merung haben. Aus der Breite dieses dämmernden Streifens hat

st , M Schröter den Schluß gezogen, daß die Refraction (l. H. 186) an dem

st,G Horizonte der Venus nahe einen halben Grad beträgt, nahe po wie die

'stst, Refraction, die wir auf unserer Erde beobachten. Auch versihwinden tue

Ist,st Fixsterne, vor welchen dieser Planet vorbeigeht, nicht plötzlich an semem

-st Rande, wie bei dem Monde, sondern sie werden vielmehr immer ichwa-

. st cher, je näher sie seinem Rande kommen, oder je tiefer sie in tue untern

st "st und daher dichter» Schichten der Atmosphäre dieses Planeten eintreten.. . st st > Dadurch wird nicht bloß die Existenz der Atmosphäre der Venus» )on-

-stst dern auch ihre Ähnlichkeit mit derjenigen der Erde bewiesen, wenigstens

. st,st in Beziehung auf ihre Dichte und Höhe, nicht aber in Rucksicht auf ihre

. st andern Eigenschaften, die vielleicht mit denen unserer Luft nur wenig

gemein haben. So haben wir zwar oben von Wolken gesprochen, die

. stst Schröter zuweilen über der Oberfläche der Venus gesehen hat: allein

diese grauen Flecken sind so matt und lichtichwach, daß sie mehr leichten

ist Dünsten oder Nebeln, als eigentlichen Wolken gleichen, und sie gehören