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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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285
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4l-42.

Merkur.

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die Dichtigkeit der Erde. Die mittlere Dichtigkeit der Erde ist aberbekanntlich nahe 5 mal großer, als die des reinen Wassers, also ist auchdie Dichtigkeit des Merkurs nahe 20mal großer, als die des Was-sers, oder die Maße Merkurs besteht aus einer Materie, die nahe ebenso dicht als unser Gold oder Platin ist.

Auf unserer Erde fallen die Körper, wenn sie ihrer Unterstützungberaubt werden, in der ersten Secunde, nach den zahlreichen Beobach-tungen, die wir auf der Oberfläche der Erde angestellt haben, durch I5.IPar. Fuß. Da wir nicht auf die Oberfläche Merkurs oder eines derandern Planeten kommen, also auch keine Beobachtungen daselbst an-stellen können, so sollte man glauben, daß es den Menschen immer ver-sagt seyn wird, zu erfahren, wie sich die fallenden Körper auf jenen Pla-neten verhalten. Wir werden aber, wie schon gesagt, weiter unten Ge-legenheit haben, zu zeigen, daß diese Bestimmungen in der That sehrleicht sind, wenn man einmal die Maße und den Halbmesser dieser Pla-neten kennt. Eine ganz einfache Rechnung lehrt uns, daß dieser freieFall der Körper auf der Oberfläche Merkurs in der ersten Secunde 14.?Fuß, also genau einen Fuß weniger, als auf der Erde, beträgt.

H. 4l. (Scheinbarer Durchmesser Merkurs.) Ein an sich so kleinerund von uns so weit entfernter Körper kann uns nur unter einem eben-falls sehr kleinen Winkel erscheinen. In der That beträgt sein schein-barer Durchmesser, selbst wenn er am größten, oder wenn der Planetuns am nächsten ist, nur 12 Secunden, und in seiner größten Entfer-nung nur nahe 4 Secunden. Die Beobachter auf der Sonne aber, wenndiese in der That existiren, und wenn sie vor dem blendenden Lichte derSonne die Planeten noch sehen können, würden ihn in seiner mittlerenEntfernung unter dem Winkel von etwa 15 Secunden, also nahe ebenso groß sehen, als ihnen die an sich so viel größere, aber auch weiterentferntere Erde erscheint. Dagegen sehen die Beobachter auf der Ober-fläche Merkurs die ihnen so nahe Sonne unter einem scheinbaren Durch-messer von 4980 Secunden, oder nahe 2'/2inal so groß, als wir vonder Erde den Sonnendurchmesser sehen, und daher auch die Oberflächeder ganzen Sonnenscheibe nahe siebenmal größer als wir.

H. 42. (Temperatur und Beleuchtung auf Merkur.) Diese Nähe derSonne muß auch auf die Temperatur Merkurs einen bedeutenden Ein-fluß haben. Die Beleuchtung, welche dieser Planet von der Sonne er-hält, oder die Helligkeit seiner Tage, ist nahe siebenmal größer, als bei

lichtes würde unsere Augen blenden, und eine siebenmal höhere Tempe-ratur würde dem Leben aller unserer Thiere und Pflanzen sehr schnellein Ende machen. Welche von uns völlig verschiedene, welche ganz an-ders organisirte Wesen mögen daher diesen Planeten bewohnen, undwie viel mehr noch mögen sie von den Bewohnern des Uranus, des ent-ferntesten aller Planeten, verschieden seyn, auf dessen Oberfläche die In-tensität der Beleuchtung sowohl, als die der Erwärmung nicht wenigerals 330mal kleiner, als auf der Erde, also über 2300 mal kleiner, alsauf der Oberfläche Merkurs ist. Wenn daher unser Wasser auf der Ober-fläche Merkurs wegen der großen dort Herrichenden Hitze dem Kochenimmer nahe seyn müßte, so würden auf jener des Uranus nicht nur alleunsere Flüssigkeiten, sondern vielleicht selbst die Luft zu einem festenKörper erstarren. Beide Extreme würden für Organisationen unsererArt gleich unerträglich und zerstörend seyn.

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