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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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Merkur.

5. 40.

diese Fernröhre sehr gut sind, daß er Phasen, d. h. eben solche Lichtab-wechslungen, wie unser Mond, hat. Er ist nämlich zu klein, meistenszu weit von uns entfernt, und hält sich endlich immer zu nahe in demstarken Lichte der Sonne auf, als daß wir hoffen könnten, ihn bald ge-nauer kennen zu lernen. Das Meiste von dem, was wir von seinerphysischen Beschaffenheit wissen, verdanken wir dem unvergeßlichen Schro-ter in Lilienthal, der ihn mit seinen starken Spiegeltelescopen auf daseifrigste verfolgte. (M. f. depen hermographische Fragmente im III.Bande der Beiträge zu den neuesten astronomischen Entdeckungen. Göt-tingen 1800.)

Die mittlere Entfernung dieses Planeten von der^onne, oder diehalbe große Axe seiner Bahn beträgt 0.387 Halbmesser der Erdbahn,oder 8082000 d. Meilen. Da aber diese seine Bahn iehr elliptisch ist,so ist seine wahre Entfernung von der Sonne sehr veränderlich. Im Pe-rihelium steht er nur 7413000, im Aphelium aber 9752000 Meilen vonder Sonne ab; mit andern Worten: seine kleinste Entfernung von derSonne beträgt 66.5, seine mittlere 83.7, und seine größte 100.9 Son-nenhalbmesser, welcher letzte 94000 Meilen hat. Noch beträchtlicher un-ter einander verschieden sind seine Entfernungen von der Erde, da diekleinste derselben 10 und die größte über 30 Millionen Meilen beträgt.

Sein Halbmesser beträgt nur 300 Meilen, also nur den drittenTheil des Erdhalbmessers, wie er denn überhaupt unter den sieben älte-ren Planeten bei weitem der kleinste ist. Seine Oberfläche ist daher nur1073000 Quadratmeilen groß, oder kaum der zehnte Theil von derOberfläche der Erde, und sein körperlicher Inhalt, oder sein Volum, das104 Millionen Kubikmeilen beträgt, ist nur der ^/.oote Theil des Vo-lums der Erde, oder aus der Erde würden sich 25 solche Kugeln, wieMerkur, bilden lassen. .

Da er der Sonne, dieser eigentlichen Quelle der Bewegungen allerPlaneten, so nahe steht, so ist seine Bewegung um diesen Centralkörpervon allen die schnellste. In der That legt er in seiner mittleren Ge-schwindigkeit in jeder Secunde 6.7 Meilen, oder in einem Tage schon578880 Meilen zurück. Seine ganze Bahn um die Sonne vollendet er,in Beziehung auf die Fixsterne , in 87.969, und in Beziehung auf dieNachtgleichen in 87968 Tagen, und zwar in einer Bahn, die nahe siebenGrade, also stärker, als alle andern älteren Planetenbahnen, gegen dieEkliptik geneigt ist. Seine synodische Umlaufszeit endlich (I. H. 98) be-trägt 115.87 Tage.

Wir werden weiter unten die Mittel kennen lernen, die Massender Planeten, d. h. die Menge der materiellen Elemente, aus denen siebestehen, oder, wenn man lieber will, die gegenseitigen Gewichte dersel-ben, so wie auch die Dichtigkeit dieses materiellen Stoffes, ans demsie bestehen, zu bestimmen. Wir werden uns indeß der Vollständigkeitwegen erlauben, bei jedem Planeten diese beiden Eigenschaften schonjetzt mit aufzuführen. Die Masse Merkurs also ist nur '/« von derMasse der Erde, d. h., wenn man die Erde in eine Wagschaale legenkönnte, so müßte man in die andere sechs solche Kugeln, wie Merkur,legen, um die Waage im Gleichgewichte zu erhalten. Da aber die Dich-tigkeit eines jeden Körpers nichts anderes, als seine Masse, dividirrdurch sein Volum, ist, so würde, wenn das Volum Merkurs auch nurder sechste Theil des Volums der Erde wäre, die Dichtigkeit Merkursgleich der der Erde seyn. Allein das Volum dieses Planeten beträgt,wie bereits gesagt, nur den 25sten Theil des Volums der Erde, also istauch die Dichtigkeit desselben gleich oder nahe viermal so groß, als