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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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272 D'e Sonne. z. 20-27.

selbst ganz kalt sind, daß sie aber die Eigenschaft haben, den Wärme-stoff aus den Körpern in hohem Grade zu entwickeln, was vielleichtdurch die große Geschwindigkeit bewirkt wird, mit.welcher diese Strah-len an die Elemente der Körper stoßen, und dadurch entweder diese Ele-mente augenblicklich in einen kleineren Raum zusammendrücken, oderdoch eine heftige Reibung an denselben verursachen. So kann es seyn,daß der entfernteste unserer Planeten, daß Uranus sich noch einer sehrhohen Temperatur erfreut, wenn die Körper seiner Oberfläche die Eigen-schaft haben, die ihnen inwohnende Wärme schon durch wenige Son-nenstrahlen frei zu machen. Auch ist es nicht unwahrscheinlich, daß wirdie Wirkungen des Lichtes auf die Körper besser kennen lernen werden,wenn wir unsere Aufmerksamkeit nicht immer bloß auf die Attraction,sondern einmal auch auf die chemischen Verwandtschaften der Körper zudem Lichte anhaltend richten werden.

§. 26. (Temperatur auf der Oberfläche der Sonne.) Indeß scheinendoch mehrere Gründe dafür zu sprechen, daß die Temperatur auf derOberfläche der Sonne selbst ungemein groß seyn müsse.

I. Das Licht sowohl als die radiirende Wärme nimmt, unserenBeobachtungen zufolge, in demselben Maße ab, wie das Quadrat derEntfernung zunimmt, so daß sie z. B. in der Entfernung von 2, 3, 4..Meilen nur mehr V», V-s.. von dem ist, was es in der Entfernungvon einer Meile beträgt. Wenn nun die durch die Sonnenstrahlen aufunserer Erde erregte Hitze so bedeutend ist, wie stark muß sie auf derOberfläche der Sonne selbst auf für sie gleich empfängliche Körper wir-ken! Man kann durch Rechnung zeigen, daß die Hitze, welche die Sonnez. B. auf eine Quadratmeile ihrer eigenen Oberfläche ausübt, über300000mal größer ist, als diejenige, welche sie auf eine eben so großeStelle der Oberfläche unserer Erde äußert. Unsere Brenngläser sindweit entfernt, eine so große Hitze zu erzeugen, oder die Strahlen derSonne 30v000mal zu verdichten, und doch kann man in den Brenn-punkten dieser Gläser Gold, Platina und selbst Diamanten schmelzenund zerstören.

II. Unsere künstlichen oder irdischen Feuer senden bekanntlich ihreStrahlen desto leichter durch das Glas, je größer, je intensiver dieseFeuer sind. Ein zweimal so starkes Feuer schickt auch zweimal so vieleStrahlen durch dasselbe Glas. Nun gehen aber die Strahlen der Sonnemit einer ganz besonderen Leichtigkeit durch das Glas. Mit dem soge-nannten Actinometer, einem unserer verlässigften physischen Instrumente,fand der jüngere Herschel, daß von je 1000 Wärmestrahlen der Sonne816 durch eine Glasplatte von 1'/, Linie Dicke gehen, und daß von1000 bereits durch eine solche Platte gegangenen Strahlen wieder 860noch stark genug sind, durch eine zweite, eben so dicke Glasplatte zugehen. Unsere irdischen Feuer sind sämmtlich weit entfernt, solche Dich-tigkeit des Durchgangs zu zeigen, sie stehen daher auch wahrscheinlichdem Feuer der Sonne an Intensität eben so weit nach.

III. Wenn man eine Lichtkerze, eine brennende Fackel ja selbstdas lebhafteste irdische Feuer zwischen das Auge und die Sonne hält, soverschwinden sie gleichsam für unsern Blick, weil sie von dem viel inten-siveren Sonnenlichte absorbirt werden. Das Licht des sogenannten indi-schen Weißfeuers oder das des ungelöschten Kalkes blendet unsere Augenund gehört zu dem lebhaftesten Feuer, das wir hervorbringen können,und doch bemerken wir es kaum auf dem noch viel Hellern Hintergrundeder Sonne.

tz. 27. (Resultate der vorhergehenden Betrachtungen.) Es ist also