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§. 16.
Die Sonne.
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während mau in Fig. 33 den einen nach Südnord und den andern nachOstweft gerichtet hat. Die von dem ersten Krystalle kommenden Strah-len würden asto von dem Hauptschnitte des zweiten Krystalls in Fig. 32in der Richtung Südnord, und in Fig. 33 in der Richtung Ostwest ge-
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schnitten. Es muß all» auch in jedem Lichtstrahle etwas seyn, das seiSüdnordseite von zeiner Ostwesigeite verschieden macht, und diese zuoder eigentlich diese vier Hauptseiten müssen noch das Eigenthümlichehaben, daß die Rordsüdseite des gewöhnlichen Strahls mit der Ostwest-seite des außerordentlichen Strahls als identisch angesehen werden kann,so zwar, daß der letzte, wenn er um 99 Grade um sich selbst gedrehtwird, von dem ersten nicht mehr unterschieden werden kann. Wir wer-den daher künftig bei jedem Lichtstrahl, so fein er auch übrigens seynmag, vier Seiten zu unterscheiden haben, deren jede 90 Grade von ihrenbeiden nächsten absteht, etwa so wie wir bei einem Dolche drei Schnei-den, und bei jeder viereckigen Stange vier Ecken oder Flächen unter-scheiden, und diese vier Seiten werden so wesentlich verschieden seyn, wiees z. B. die Schneide oder der Rücken oder die beiden Seiten einesjeden Messers sind.
Da man bei dem Magnet bekanntlich ebenfalls zwei Seiten oderzwei Punkte bemerkt, die man die Pole des Magnets nennt, und derenEigenschaften in mehreren Stücken mit den eben erwähnten der Licht-strahlen ähnlich sind, so hat man analog die auf die vorhergehendeWeise erhaltenen Strahlen ()o und Ee (Fig. 3l.) polarisirte 6 Lichtgenannt. Denkt man sich einen solchen gleichsam cylindrischen Licht-strahl, senkrecht auf seine Länge, durchschnitten, so wird dieser Schnittdie Gestalt eines Kreises haben. Ziehen wir in einem solchen leicht zuverzeichnenden Kreise einen Durchmesser VI! und einen darauf senkrech-ten EI); dieß vorausgesetzt, wird also jeder polarisirte Lichtstrahl in denbeiden einander gegenüberstehenden Punkten V und I! gleiche, und inden beiden Punkten E und I) zwar wieder gleiche, aber jenen entgegen-gesetzte Eigenschaften haben, und überdies; wird der Strahl Oo (Fig. 31)dieselben Eigenschaften in den beiden Punkten und L haben, die derStrahl Ee in den beiden anderen Punkten E und 1) hat, oder mit an-deren Worten, die Diameter der gleichartigen Eigenschaften werden, beiden polarisirten Strahlen, auf einander senkrecht stehen.
Die Lage dieser Diameter ist in der Lehre von der Polarisation desLichtes von der größten Wichtigkeit. Sind bei zwei Lichtstrahlen dieseDiameter VI!, .V/L' also auch EI), E/D' parallel, so sagt man , dieseStrahlen sind in derselben Ebene polarisirt. Sind aber die DiameterVI!, EI)' und V'!!', EI) mit einander parallel, so heißen die Strahlenunter rechten Winkeln polarisirt. Die zwei Strahlen Eo und Ee, dieman durch den isländischen Krystall erhält, sind daher immer unter rech-ten Winkeln polarisirt. . . - »
H. 16. (Polarisation des Lichts durch andere Mittel.) Auch ^ln Be-ziehung auf die Reflexion von spiegeln sind die natürlichen Strahlenvon den polarisirten wesentlich verschieden. Von den natürlichen Strah-len, die auf einen Spiegel fallen, wird immer ein großer ^heil in derThat zurückgeworfen; bei polarisirten Strahlen aber gibt es eine be-stimmte Lage des Spiegels, wo er das meiste, und eine andere Lage,wo er ganz und gar kein Licht zurückwirft. Dieß bietet uns eaher emleichtes Mittel, das polarisirte Licht von dem natürlichen zu unterschei-den; aber erzeugen konnte man das letzte doch nur durch die ovenerwähnten Versuche mit dem islaudstcheu Krystall. ^ .
Allein dabei blieb es nicht lange, und Malus, der die Entdeckung,
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