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168-170. Der Mond der Erde n. die Satelliten d. übrig. Planeten. 2V9
ichied der Jahreszeiten, und die Temperatur, so wie die Länge der Tageund Nächte, ist auf diesem Himmelskörper beinahe immer dieselbe.
§. 168. (Tageszeiten des Mondes.) Wenn wir, dem gewvhnliSprachgebrauchs gemäß, durch das Wort Tag die Zeit zwischen zweinächsten Aufgängen der Sonne bezeichnen, so find die Tage ans demMonde unvergleichbar länger, als die auf der Erde. Der' Mondestagist nämlich die Zeit von einem Neumonde zum andern, also 29 N un-serer Tage gleich. Die Bewohner des Mondes sehen also die Sonnedurch 142/4 unserer Tage über, und eben so lange unter dem Horizonts,oder ihr Tag, im engeren Sinne des Wortes, dauert I4ch.mal unserer24 Stunden, und eben so lange ist auch, nach Z. 167, ihre Nacht. Jenevier vorzüglichsten Phasen der Erde, von denen wir §. 164 gesprochenhaben , werden den Bewohnern des Mondes gleichsam zu einer Himmels-uhr dienen, an welcher sie ihre langen Tage abmessen können, da ihnendie Erde im letzten Viertel, im Neulichte, im ersten Viertel und imVolllichte erscheinen wird, wenn sie in derselben Ordnung Morgen, Mit-tag, Abend und Mitternacht haben. Allein diese Uhr ist nur für dieje-nigen Bewohner des MoudeS da, welche die vordere oder uns zugekehrteSeite desselben einnehmen. Die andere Halste sieht unsere Erde eben sowenig, als sie selbst von uns gesehen werden kann, und jene kennen dieExistenz dieses großen und schönen Gestirns vielleicht nur von den Er-zählungen ihrer Nachbarn.
H. 169. (Messung der Entfernung des Mondes und der Sonne.) Umdie Distanz des Mondes von der Erde zu messen, kann man die oben(H. 63) bei Gelegenheit der Parallaxe erwähnten Methoden auf ihn an-wenden. Allein seine in tz. 163 erklärten Phasen geben uns zugleich einsehr einfaches Mittel, die Distanz der Sonne zu finden, ein Mittel, dasselbst den Alten schon bekannt war. Zur Zeit seines ersten oder letztenViertels sieht man nämlich, wie oben gesagt wurde, genau die Hälftedes Mondes beleuchtet. Man erkennt diesen Augenblick daran, daß dieLichtgränze, welche den dunkeln Theil des Randes von dem hellen trennt,und die sonst immer eine krumme Linie ist, jetzt zu einer Geraden, zueinem Durchmesser des Mondes wird. In diesem Momente ist dieLinie, welche die Mittelpunkte der Erde und des Mondes verbindet, senk-recht auf die den Mond mit der Sonne verbindende Linie. In demDreiecke 8'LU oder LIO (Fig. 26) also, welches diese drei Himmelskör-per verbindet, ist der Winkel an dem Monde gleich 99 Graden, derWinkel an der Erde aber wird durch unmittelbare Beobachtung derscheinbaren Distanz der Sonne von dem Monde gegeben. Man kanndaher in diesem Dreiecke das Verhältniß der wahren Distanz der Sonneund des Mondes von der Erde bestimmen, und da man die Distanz desMondes schon ans andern Beobachtungen kennt, so wird man dadurchauch die Distanz der Sonne von der Erde erhalten. Es ist allerdingssehr schwer, den Augenblick genau aufzufassen, in welchem jene Licht-gränze eine gerade Linie wird, und von dieser Bestimmung hängt dochdie Sicherheit des Verfahrens ab. Demungeachtet verdankt man diejereinfachen Methode die ersten Kenntnisse, die wir von der ungemeinen
Größe und Entfernung der Sonne erhalten haben.
§. 170. (Bewegung der Knoten und der Apsiden der Mondesbahn.)Wir haben bereits oben gesagt, daß die Durchsitznittslinie der Mondes-bahn mit der Ekliptik oder die sogenannte Knotenlinie der Mondesbahnihren Ort am Himmel sehr schnell ändert. Nach den neuesten Bestim-mungen nimmt die Länge des Mondknotens, in Beziehung auf die Fix-sterne, in 365 Tagen um I9°.3426 ab, oder die,e Knoten gehen in jedem
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