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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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204
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204 Der Mond der Erde «. die Satelliten d. übrig. Planeten. §'. 162-iez.

Kapitel Xl.

Der Mond der Erde und die Satelliten der

übrigen Planeten.

h. 162. (Umlanfszeit und Entfernung des Mondes.) Nächst der Sonneerregte ohne Zweifel der Mond schon sehr früh die Aufmerksamkeit derersten Beobachter des Himmels. Er erhellt unsere Nächte, er leitet denWanderer in fremden Ländern, und den Schiffer auf unbekannten Mee-ren; ihm verdanken wir den größten und wichtigsten Theil unserer Zeit-rechnung, die tägliche Ebbe und Fluth des Oceans, und vielleicht aucheinen wesentlichen Einfluß auf unsere Witterung, und dadurch selbst aufunsere Gesundheit.

Wenige Tage schon reichen hin, zu bemerken, daß er, nebst seinemtäglichen Umlaufe um die Erde, die er mit allen Gestirnen des Him-mels gemein hat, und die, wie wir wissen, bloß scheinbar ist, auch nocheine ihm eigenthümliche Bewegung hat, mit welcher er täglich unter denFixsternen nahe dreizehn Grade von West gen Ost fortschreitet. GenaneBeobachtungen dieser seiner Bewegung haben gezeigt, daß die siderischeUmlaufszeit des Mondes um die Erde 27.32166 mittlere Sonnentagebeträgt. Da die Punkte der Nachtgleichen in einem Jahre um 50".2llrückwärts oder gen West gehen (H. 123), und da die mittlere tropischeBewegung der Sonne in einem Tage gleich 6".08565 ist (§. 144), so istdie tropische Umlaufszeit des Mondes, in Beziehung auf die Aegni-noccien, gleich 27.32158 Tage, und endlich die Zeit zwischen zwei näch-sten Conjunctionen mit der mittleren Sonne JH. 140) oder die synvdischeRevolution des Mondes gleich 20.53059 Tage.

Der Mond vollendet diese seine Bewegung um die Erde in einerEllipse, deren einen Brennpunkt der Mittelpunkt der Erde einnimmt.Die balbe große Ave dieser Ellipse, d. h. die mittlere Entfernung desMondes von der Erde, beträgt 60.2065 Erdhalbmesser oder 51812.8 d.Meilen, und die Ercentricität derselben beträgt 0.05484 Theile der halbengroßen Nxe, oder 2850 Meilen. Wenn der Mond in seiner mittlerenEntfernung von der Erde ist, so beträgt die Horizvntalparallare dessel-ben (§. 61) unter dem Aegnator der Erde 0°.0503, und dann erscheintder Halbmesser des Mondes im Horizonte unter dem Winkel von 0°.2504,woraus folgt, daß der wahre Halbmesser des Mondes 233 Meilen betragt.Das Verhältniß des Mondes zur Erde ist daher im Durchmesser wie 1zu 3.60, in der Oberfläche wie 1 zu 13.60, und im Volum wie I zu 50.15.

H. 163. (Phasen des Mondes.) Die auffallendsten Erscheinungen,die uns der Mond darbietet, sind die abwechselnden Llchtgestalten oderdie Phasen degelben.

Sey (Fig. 26) die Sonne in einer sehr großen Entfernung vonder Erde 4, um welche sich der Mond in seiner Bahn bewegt.

Wenn der Mond in zwischen Sonne und Erde ist, so ist uns derselbeganz unsichtbar, und da er für uns an demselben Orte des Himmelssteht, wo wir auch die Sonne sehen, so geht er auch mit der Sonne zu-gleich auf und unter. Man nennt diese Zeit den Neumond. Wenn