§. ivl> Nächste Folgen d. elliptischen Bewegung d. Planeten.
Diese Tafel zeigt z. B., daß im Jahre 1834 im mittleren Mittagdes 12 März die mittlere Zeit um 0" 42' größer ist, als die Sternzeit,daß also die Sternzeit am mittleren Mittag dieses Tages 23^ 18' ist.Am 24. August aber ist die mittlere Zeit iz/- 51' größer, also die Stern-zeit im Mittag II^ u. s. w.
H. 161. (Gebrauch der Sternzeit.) Da die Sternzeit nichts anderesist, als der Stundenwinkel des Frühlingspnnkts, und da für jeden Stern,im Augenblicke seiner Culmination, dieser Stundenwinkel des Frnhlings-pnnkts gleich der Nectascension des culminirenden Sterns seyn mußfEinl. H. 28), so ist also auch die Sternzeit der Culmination eines jedenSterns gleich der Rectascenston desselben in Zeit ausgedrückt.
In den astronomischen Epbemeriden findet man für jeden Tag desJahres die Nectascension der Sonne, des Mondes und aller Planetenbereits voraus berechnet. Beobachtet man also diese Gestirne an einernach mittlerer Sonnenzeit gehenden Uhr, so wird man, mit Hilfe dervorhergehenden Tafel, auch leicht die mittlere Zeit der Culmination der-selben finden, da ihre Nectascension zugleich die Sternzeit ihrer Culmi-nation ist, vorausgesetzt, daß diese Nectascension schon für diese Zeitihres Durchgangs durch den Meridian berechnet worden ist. Dasselbewird man auch bei den Fixsternen thun, deren Ort in den Sterncatalo-gen durch Nectascension und Declination gegeben ist. Da nun die Zah-len der vorhergehenden Tafel für jeden Tag um nahe vier Minuten ab-nehmen, so kommen auch alle Fixsterne jeden folgenden Tag um vierMinuten, oder genauer, um 3' 55".967 mittlerer Zeit früher in denMeridian, als an dem vorhergehenden Tags. Man nennt dieß dieAcceleration der Fixsterne. Wegen dieser Acceleration wird die mitt-lere Zeit der Culmination jedes Fixsterns, obgleich sein Ort am Himmelganz unverändert bleibt, das ganze Jahr durch immer auf eine frühereTagesstunde fallen, und anfangs, wenn er z. B. bei der Sonne ist, umMittag, in drei Monaten später um 6 Uhr Morgens, nach sechs Mona-ten um Mitternacht, und nach neun Monaten um 6 Uhr Abends cul-miniren. Diese Veränderlichkeit macht eine, zwar sehr leichte, aber dochdurch ihre immerwährende Wiederholung beschwerliche Redaction noth-wendig, die man ganz übergehen kann, wenn man seine Uhr, nicht nachmittlerer Sonnenzeit, sondern nach Sternzeit gehen läßt. Zu diefemZwecke darf man aber nur die Linse des Uhrpendels zo weit erhöhen»oder dem Aufhängepunkte des Pendels nähern, wodurch der Gang derUhr beschleunigt wird, bis sie zwischen zwei nächsten Culminationen einesFixsterns genau 24 Stunden gibt. Hat die Uhr diesen^Gang, so wirdman dann, zur Zeit der Culmination eines Sterns, dessen Rectajcensionbekannt ist, die Zeiger der Uhr so stellen, daß sie in diesem Augenblickedie Nectascension des Sterns anzeigen, wodurch dann die;e Uhr auch imLaufe des ganzen Jahres die Sternzeit der Culmination die>es und zu-gleich aller andern Fixsterne anzeigen wird. Man sieht, das? eine l»gestellte Uhr die Bequemlichkeit der Beobachtungen sehr erhöht, dahersie auch bereits auf allen neuern, thätigen Sternwarten eingeführt wor-den ist.
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