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§. 161—162. Nächste Folgen d. elliptischen Bewegung d. Planeten. 191
der Geschwindigkeit des Lichtes, von welcher wir bereits oben ge-sprochen haben.
§. 151. (Bestimmung der Lage der Apsidenlinie.) So wie wir dieExcentricität der Planetenbahnen aus der Beobachtung der größtenGleichung des Mittelpunktes gesunden haben, welche Gleichung immernahe in der Mitte zwischen den beiden Apsiden statt hat, so werden wirnun auch die Lage der großen Axe selbst aus denjenigen Punkten ^ undL der Bahn ableiten können, wo man die größte und die kleinste helio-centrische Geschwindigkeit oder auch den größten und kleinsten scheinbarenDurchmesser derselben, wie er von der Sonne gesehen wird, beobachtet.Da aber diese Beobachtungen keine große Schärfe gewähren, so wirdes besser seyn, unter den Beobachtungen, die man eine ganze Umlaufs-zeit durch z. B. an der Sonne angestellt hat, diejenigen zwei heraus-zusuchen, die genau ein halbes Jahr von einander entfernt sind, undfür welche die beiden Längen der Erde um 18(1 Grade verschieden sind.An der Vereinigung dieser beiden Eigenschaften erkennt man nämlich,daß die Erde in ihren Apsiden gewesen seyn muß; für jede andere geradedurch die Sonne 8 gehende Linie wird nämlich die Differenz derbeiden Längen der Erde in 5) und in V zwar ebenfalls 180 Grade be-tragen, aber die Zeit durch den Bogen wird beträchtlich kürzer seyn,als die durch ^5VK>, weil in jenen Bogen das PeriHelium, in diesemaber das Aphelium der Erde liegt, oder weil jener Bogen mit einergrößeren Geschwindigkeit, als dieser, von der Erde beschrieben wird.
Vergleicht man zwei solche Beobachtungen der Apsiden, die durchmehrere Jahrhunderte von einander getrennt sind, so findet man, daßdie Länge des PeriHeliums, also auch die des Apheliums, aller Plane-tenbahnen mit der Zeit immer größer wird. Die Tafel des H. 142 gibtdiese Aenderung der Apsiden für die einzelnen Bahnen. Die Länge desPeriHeliums der Erdbahn z. B. wächst in jedem Jahre um 0°.0127.Wenn also die Erde, am Ende eines Jahres, wieder in dem Punkteihrer Bahn ankömmt, wo am Anfange ihres Jahrs ihr PeriHelium war,
2 zurücklegen müssen, um auch jetzt ihr Perihe-
0.0172
so wird sie noch 0 .0172
lium wieder zu erreichen. Die Zeit, welche sie dazu braucht, wird—^
multiplicirt durch das tropische Jahr oder durch 365.24225, das heißt,diese Zeit wird 0.017487 Tage betragen. Die Erde wird also diese Zeitmehr brauchen, um ihre Umlaufszeit um die Sonne, in Beziehung aufihr PeriHelium zurückzulegen oder, wie man sagt, das anomalistischeJahr der Erde wird 365.24225 -j- 0.017487, das heißt 365.259737 Tagebetragen. Noch genauer wird man die anomalistische Revolution derErde sowohl als auch die aller andern Planeten nach der in H. 123gegebenen Vorschrift finden.
Da übrigens die große Axe der Erdbahn um den Mittelpunkt derSonne, wie wir gesehen haben, in jedem Jahre in Beziehung auf denFrühlingspunkt den Winkel 0°0172 zurücklegt, so wird ihre ganze Um-drehungezeit um die Sonne, während welcher sie einen Winkel von360 Graden in Beziehung auf den Frühlingspunkt beschreibt, sehr nahe20930 Jahre betragen.
H. 152. (Folgen der Bewegung der Apsiden.) Die Länge des Peri-H eliums der Erde ist für den Anfang dieses Jahrhunderts, nach H. 142,gleich 99.6 Grade, und die jährliche Bewegung desselben in Beziehungauf die Aequinoctien ist 0°.0172.
Bezeichnen daher die zwei auf einander senkrechten Linien v^- (Fig.24) die Aequinoctial- und die Solstitiallinie (Einl. H. 22 II.), m
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