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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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190
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zay Nächste Folgen d. elliptischen Bewegung d. Planeten. §. isv.

c-miinö ist aleichförmig und so bewegt, daß er mit dem wahren Planetenimmer -maleich durch die große Axe in L' und geht, dessen Bewegungdaher die mittlere Bewegung des wahren Planeten, und dessen Umlaufs-zeit gleich der des wahren Planeten seyn wird. Während sich also dermittlere Planet N in seinem Kreise gleichförmig bewegt, geht der wahrePlanet U in der Ellipse ungleichförmig und zwar so fort, daß die Flächedes elliptischen Sectors in jedem Tage um dieselbe Größe wächst.Da die Bewegung des wahren Planeten zur Zeit seines Durchgangsdurch das PeriHelium L am größten ist (tz. 129), so wird er anfangsvor dem mittleren Planeten voraus, oder die Gleichung der Bahn, d. h.der Winkel MSb» (H. 142) wird positiv seyn, während sie im PeriHeliumselbst gleich Null gewesen ist. Da diese Gleichung aber im Aphelium ^ebenfalls verschwindet, weil dann die beiden Planeten, der eine inder andere in zu gleicher Zeit durch die große Axe gehen, so mußes zwischen diesen beiden Punkten und L einen dritten geben, wo dieGleichung der Bahn am größten ist. Der eigentliche Werth diesergrößten Gleichung des Mittelpunkts wird bloß von der Excentricität 6der Bahn abhängen, und man wird daher auch umgekehrt, wenn mandiese größte Gleichung m kennt, daraus die Excentricität e finden können.Die Geometrie zeigt, daß e nabe gleich ist der Größe 0.000002424 m,wenn in in Secunden ausgedrückt wird, und e eine sehr kleine Größeist. Dieß gibt ein Mittel, die Excentricität der Bahnen aus der größtenGleichung derselben zu finden, da sich die letztere leicht beobachten läßt.Für die Erde hat man z. B. nach den Tafeln des H. 144 die GrößeIN I°.927 6937" und daher 6 0 .9168 für das Verhältniß derExcentricität zur halben großen Axe der Erdbahn, wie wir auch schonH. 135 gefunden haben.

Auch wird es zwischen diesen beiden Punkten und L einen anderng eben, in welchem die Geschwindigkeit des wahren Planeten jener desmittleren gleich ist, von welchem Punkte aus dann die Bewegung deswahren Planeten immer kleiner wird, bis sie endlich im Aphelium selbstam kleinsten ist. Aehnliche Bemerkungen wird man auch über die zweiteHälfte XVl! der Bahn machen, in welcher die Gleichung der Bahnnegativ, oder in welcher der mittlere Planet vor dem wahren voraus ist,während er in der ersten Hälfte hinter dem wahren Planetenzurück bleibt.

Es wurde übrigens schon oben (tz. 142) bemerkt, daß diese Größe smit der Zeit Aenderungen, obschon in der That sehr kleinen Aenderungenunterworfen ist. Bei der Erdbahn z. B. ist diese Größe jetzt gleich0.0168, und sie nimmt mit jedem Jahrhundert um 0.000042 ab, abernur bis zu einer gewissen Gränze, nämlich bis zu 0.0039, welche Gränzesie aber erst in nahe vier und zwanzig tausend Jahren erreichen, unddann wieder durch viele Jahrtausende zunehmen wird. Wir werdenweiter unten den sehr merkwürdigen Einfluß kennen lernen, welche dieseAenderung der Excentricität der Erdbahn aus die Bewegung unseresMondes hat. Uebrigens ist diese säculäre Abnahme der Excentricitätvon 0.000042 in Theilen der halben großen Axe der Erdbahn sehr gering,da sie in einem Jahre noch nicht neun d. Meilen, also in einem Tagenur 540 Fuß beträgt. Noch viel geringer ist die Aenderung der Excen-tricität der Merkursbahn, die in 100 Jahren nur 0.000004 Theile derHalbaxe dieser Planetenbahn, also in einem Tage nur zwanzig Fußbeträgt. Diese Bewegungen gehören daher zu den langsamsten, die wiram Himmel bemerken, und sie bilden einen auffallenden Contraft mit