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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
138
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Planetensysteme.

Ist diese Voraussetzung, daß die Bahnen aller Planeten ebene Cur-ven sind, und daß die Ebenen, in welchen sie liegen, alle durch denMittelpunkt der Sonne gehen, richtig und wir werden sie weiter un-ten vollkommen bestätigt finden so wird also auch jene Zwischenzeitzwischen den zwei nächsten Durchgängen des Planeten durch denselbenKnoten von der Sonne, oder was, wie wir bereits wissen, dasselbe ist, vonder Erde gesehen, die Zeit des Umlaufs des Planeten um die Sonne,oder wie man sich auch auszudrücken pflegt, jene Zwischenzeiten werden diesiderischen Revolutionen des Planeten seyn, weil nämlich in dieser Zeitder Planet in seiner Bahn volle 36V Grade um die Sonne beschrie-ben haben, und am Ende dieser Zeit, von der Sonne aus gesehen,wieder bei demselben Knoten, oder, was dasselbe ist, bei demselbenFixsterne (siclus) erscheinen wird, bei welchem er am Anfange dersel-ben gesellen wurde, vorausgesetzt, daß dieser Knoten selbst, währendjener Zwischenzeit, seinen Ort am Himmel nicht verändert hat, was,den Beobachtungen zu Folge, wenigstens sehr nahe der Fall ist. Diesesiderischen Revolutionen werden daher von den oben (H. 98) augeführ-ten synodischen Umlaufszeiten verschieden seyn, da die letzten dieZeiten der Zurückkunft des Planeten zur Sonne, also zu einem selbstwieder beweglichen Punkte, jene aber die Wiederkehr zu einem Fix-sterne, d. h. zu einem festen Punkte des Himmels bezeichnen.

Dieß gibt daher ein sehr einfaches Mittel, die siderischen Umlaufs-zeiten der Planeten um die Sonne zu bestimmen, da die Beobachtungenihres Durchgangs durch die Ekliptik, wie wir oben gesehen haben, kei-nen weiteren Schwierigkeiten unterliegen. Die folgende Tafel gibt dieseUmlaufszeiten für alle Planeten. Da aber, wenn diese Zeiten bekanntsind, durch Hilfe des oben (H. 58) angeführten Gesetzes von Keplerauch sofort die Verhältnisse der mittleren Distanzen der Planeten vonder Sonne oder die Halbmesser ihrer kreisförmigen Bahnen gegeben sind,so sind auch diese der Tafel beigefügt worden. Unter diesen Distanzenist die mittlere Distanz der Erde von der Sonne als Einheit angenommenworden. Da aber, wie bereits §. 65 gesagt wurde, diese mittlere Di-stanz 20657709 Meilen beträgt, so wird man die Zahlen der zweiten Ko-lumne dieser Tafel durch 20657700 multipliciren, um die Halbmesser derübrigen Planetenbahnen in Meilen ausgedrückt zu erhalten.

Siderische Revolutionen

Merkur

Venus

Erde

Mars

Vefta

Juno

Ceres

Pallas

Jupiter

Saturn

87.9693 Tage224.7008365.2564686.97961327.6159S.8

1681.4

1682.54332.5963

10758.9698430688.71268

Mittlere Distanzen

. 0.38710. 0.72333. 1.00000. 1.52369. 2.3632. 2.6704. 2.7672. 2.7683. 5.2NII69.5378119.18318

Uranus .

H. 101. (Grundsätze der Planetentheorie bei den älteren Astronomen.)Nach dieser Digression gehen wir nun wieder zu den Erklärungen deralten Astronomen zurück. Sie gingen von dem sonderbaren Grundsätzeaus, daß die Erde in der Mitte des Weltraums unbeweglich ruhe, weildieß dem äußeren Scheine gemäß ist, und weil die Erde, nach ihrerMeinung, der wichtigste Körper des Himmels ist, dem es daher nicht