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melsraume eben einnimmt. Es wird nicht unangenehm seyn, dieß et-was genauer zu untersuchen, da wir vielleicht eben dadurch der wahrenErklärung jener Erscheinungen näher kommen werden.
H. 98. (Periode dieser Bewegungen, und synodische Revolution der Pla-neten.) Die auffallendsten jener Unregelmäßigkeiten, die Schlingender Bahn, wo der Planet einen Rücksprung macht, um seinen eigenenWeg zu durchschneiden, haben immer in der Nähe seines Stillstandes,und um die Zeit Statt, wo er entweder bei der Sonne, oder, für dieoberen Planeten, ihr gerade gegenüber steht, und wo der Durchmesserdesselben am größten erscheint, also wohl der Planet selbst uns am näch-sten ist. Die Orte des Himmels, wo diese Stillstände und SchlingenStatt haben, ändern sich zwar mit jedem Jahre, aber die Stellung desPlaneten gegen die Sonne, wenn jene Erscheinungen Statt haben, bleibtimmer dieselbe, und die Zeiten, welche von einer Zurückkunft des Pla-neten zur Sonne bis zur nächstfolgenden verfließen, sind im Allgemeinenimmer dieselben. Man nennt diese Zeiten die synodischen Umläufeoder die Revolutionen der Planeten in Beziehung auf die Sonne. Es !fehlt allerdings auch hier nicht an Ungleichheiten, wie auch bereits obenbemerkt worden ist, aber wenn man die sogenannte mittlere Größe die-ser Umläufe aus sehr weit, z. B. aus Jahrhunderte von einander ent-fernten Beobachtungen sucht, so findet man sie immer von gleicher Größe.Man findet so für die synodische Revolution Merkurs 115.87 Tage, Ve-nus 583.92, Mars 779.38, Vesta 505.0, Juno 474.0, Pallas und Ce-res 460.5, Jupiter 398.8, Saturn 378.0 und Uranus 369.7 Tage.
Diese Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne sind es also, durch ^welche jene Erscheinungen des Vor- und Rückwärtsgehens, und des Still-standes der Planeten gleichsam regulirt werden, so daß diese Phäno-mene alle in derselben Ordnung, während einer synodischen Revolution,periodisch wiederkehren. So kömmt z. B. Jupiter immer 142 Tage nachseiner Conjunction (tz. 73) mit der Sonne, wenn er von ihr 117 Gradeentfernt ist, zu seinem ersten Stillstand, nach welchem er seine rückgän-gige Bewegung anfängt, die 119 Tage dauert, so daß er am Ende von261 Tagen nach seiner Conjunction in seinen zweiten Stillstand tritt,nach welchem er wieder seine rechtlänfige Bewegung anfängt, und so fortbei allen anderen Planeten.
§. 99. (Durchgang der Planeten durch die Ebene der Ekliptik.) Nochauffallender zeigt sich diese Abhängigkeit jener Anomalien von der Sonne jbei dem Durchgange der Planeten durch die Ekliptik oder durch die Ebeneder Erdbahn. Es ist leicht, den Augenblick zu finden, wann der Planetdurch die Ekliptik geht. Man darf nur zu der Zeit, wo er sich in ihrerNähe aufhält, täglich' die Rectascension und Declination desselben beob-achten, und daraus durch Rechnung die Länge und Breite der Planetenableiten. Findet man auf diese Weise zwei Tage, an deren erstem derPlanet nördlich, und an dem zweiten südlich von der Ekliptik stand, soerhält man daraus, und aus der täglichen Aenderung der Breite durcheine einfache Proportion die Zeit, wann diese Breite verschwindet, oderwann der Planet durch die Ekliptik geht (Einl. H. 22 II.). Vergleichtman nun wieder, um andere kleinere Ungleichheiten des Planetenlaufszu umgehen, Jahrhunderte weit von einander entfernte Zeiten solcherDurchgänge, so findet man, für je zwei nächste Durchgänge des Plane-ten, immer denselben mittlern Werth, oder, mit andern Worten: dieZeit von einem Durchgange des Planeten durch die Ekliptik bis zu demnächstfolgenden, ist im Allgemeinen immer dieselbe, der Planet mag beidiesen Durchgängen eine directe oder eine retrvgrade, eine große oder