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§. 07.
Planetensysteme.
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am größten, und nimmt von da ab, bis Merkur am 26. Februar durchden Aequator geht. Dann wächst die nördliche Declination, aber nurbis zu einem Grad am 4. März, wo sie stationär ist, weil dann dieBahn des Planeten eine gegen den Aequator parallele Lage annimmt.Bald darauf nimmt die^e ohnehin nur kleine nördliche Declination wie-der ab, bis Merkur am 10. März zum zweitenmale durch den Aequatorgeht, und seine südliche Declination bis zum 29. März wächst, wo siewieder am größten und stationär ist. Darauf nähert er sich wieder demAequator, den er am 21. April zum drittenmale schneidet. Von diesemPunkte an wächst die nördliche Declination durch längere Zeit bis zum4. Junius, wo sie ihren größten Werth von 26° erhält, nnd von da
wieder abnimmt, bis sie am 14. Juli ihren kleinsten Werth von 16° hat,und stationär wird. Von diesem Punkte an wächst die Declination
wieder, bis sie am 8. August neuerdings ihren größten Werth von 20°erhält, einige Zeit durch stationär ist, und dann allmählig wieder kleinerwird, indem der Planet sich dem Aequator nähert, um ihn am 14. Sep-tember zu erreichen. Am 22. Februar und am 19. Junius hat Mer-kur seine größte östliche, und am 7. April und 5. August .seine größtewestliche Ausweichung von der Sonne. Im Gegentheile steht er am14. März, 17. Mai, 16. Juli und 29. August der Sonne am nächsten,doch mit dem Unterschiede, daß sein Durchmesser am 14. März und16. Julius am größten, aber beinahe ganz unbeleuchtet, am 17. Maiund 29. August aber am kleinsten, und ganz voll beleuchtet erscheint.Auch steht Merkur vom 11. Febr. bis 14. März, so wie vom 17. Maibis 16. Julius östlich von der Soune, und geht daher erst in den Nach-mittagsstunden durch den Meridian, während er vom 14. März bis 17.Mai, und vom 16. Julius bis 29. August westlich von der Sonne steht,und in den Morgenstunden culminirt.
H. 97. (Diese Bewegungen sind nur scheinbar.) Was soll man NUNvon allen diesen Sonderbarkeiten denken, nnd dann — auf welche Weisesollen wir sie uns erklären ? Denn daß dieses immerwährende Vor- undRückwärtsgehen, diese abwechselnden Näherungen und Entfernungen inBeziehung auf den Aequator, diese auffallenden Stillstände in Nect-ascensivn und Declination, dieses häufige Ab- und Zunehmen der Ge-schwindigkeit, mit welcher sich jene Himmelskörper bewegen, und daßüberhaupt diese sonderbare und höchst unregelmäßige Bahn des Planetenmit ihren Knoten und Schlingen zwischen den Punkten :», !» und v, 1',daß dieß die wahre Bahn des Planeten seyn soll, ist doch äußerst un-wahrscheinlich, wenn wir bedenken, daß die Natur beinahe überall, wowir sie näher kennen zu lernen Gelegenheit haben, die einfachsten Mittelin Bewegung zu setzen pflegt, um ihre Zwecke zu erreichen. Wir werdendaher wohl annehmen müssen, daß diese Unregelmäßigkeiten und Ver-wicklungen, welche wir bei dem Laufe der Planeten bemerken, nur schein-bar sind, und daß sie sich nur für uns mit allen diesen Complicationendarstellen, während sie vielleicht für Andere oder auch für uns selbst,aber unter andern Verhältnissen, eben so einfach seyn würden, als dieBahnen der Sonne und des Mondes, die beide sehr regelmäßig in größ-ten Kreisen am Himmel einhergehen.
Aber welcher Art sind diese Verhältnisse, wodurch jene Einfachheitder Bewegung der Planeten bedingt seyn soll? — Was auch die Ant-wort auf diese Frage seyn mag, so viel ist klar, daß jeire Unregelmäßig-keiten, so verwickelt sie uns auch erscheinen, sich doch offenbar nach demStand der Sonne, oder was hier dasselbe ist, nach der Stellung derErde richten, welche diese, die immer der Sonne gegenübersteht, im Him-
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