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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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129
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so. Jahreszeiten.

Nach dl'e>er Tafel verhielte sich die Temperatur des längsten Tagsin der Breite von 80 zu der in der Breite von 4V, wie 123 zu 115.Eben so verhält sich unter der Breite von 40 Graden die Temperaturdes längsten Tages zu der des kürzesten wie 115 zu 34. Die Sonnen-wärme der längsten Tage wächst von dem Aequator gegen die Pole,wie auch bereits oben als der Erfahrung gemäß bemerkt worden ist.Lambert gab in seiner Photometrie eine andere, wohl genauere Tafel,die aber eben so wenig mit den Beobachtungen übereinstimmt, da auchsie auf alle übrigen Ursachen, welche die Wärme eines Ortes bedinaen.keine Rücksicht nimmt.« , ^

H. 99. (Schneegränze und isothermische Linien.) Eine der vorzüg-lichsten dieser ans die Temperatur eines Ortes einwirkenden Bedingungenist die Höhe denelben über der Meeresfläche. In den Tropenländernvon Amerika hangt die Wärme der Orte fast gar nicht von der geo-graphischen Breite, sondern bloß von ihrer Höhe ab, indem man z. B.von dem Rio Guayaquil bis auf den Gipfel des Chimborasso alleKlimate von der Tropenregion bis zur Polarzone durchwandern kann.Ueberhaupt befindet sich über jedem einzelnen Orte der Erde in der At-mosphäre ein Punkt, wo selbst in der Mitte des Sommers Eis undSchnee nicht mehr aufthauen, oder wo das Thermometer nicht über denGefrierpunkt steigt. Eine durch alle diese Punkte über der Erde gezo-gene Fläche heißt die Sehne egränze. Nach Humboldt ist die Höheder Schneegränze über der Oberfläche der Erde in der nördlichen He-misphäre .

in der Breite 0° . . 14800 Par. Fuß

23

. 14200

30

O

. 13500

35

S

. II100

40

. 0860

45

> 8500

62

. 5142

66

4014

70

. 3100

Die Sehneegränze liegt also unter dem Aequator am höchsten undsenkt sich von da gegen die Pole immer tiefer zur Erde, bis sie endlich,unter den Polen selbst, mit der Meeresfläche zusammenfällt. Auf dersüdlichen Hemisphäre, wo überhaupt die Kälte vorherrscht, liegt dieSchneegränze durchaus beträchtlich tiefer, als in der nördlichen.

Wenn man die im Laufe eines oder mehrerer Jahre täglich, zu be-stimmten Stunden, beobachteten Thermometerstände addirt und ihreSumme durch die Anzahl der Beobachtungen dividirt, so erhält man diesogenannte mittlere Temperatur des Beobachtungsortes. Diese istz. B. für Cumana 22°.3 R. , Batavia 21 ".5, Kairo 18.0, Neapel 14.4,Mailand 10.6, Paris 8.8, Wien 8.6, London 8.4, Berlin 6.7, Stock-holm 4.8, Petersburg 2.5, Nordcap 0.1. Man findet dle,e mittlereTemperatur eines jeden andern Ortes, wenn man die Zahl 13.7 mitdem Cosinus der doppelten Breite dieses Orts multiplicirt, und das

Produkt zu 10.03 addirt.

Vergleicht man die mittleren Temperaturen mehrerer Orte mit ihrengeographischen Breiten, so findet man beinahe keine Uebereinstimmungzwischen den beiden Zahlen. Zieht man aber auf einer Karte durch alledie Orte, welche dieselbe mittlere Temperatur haben, eine krumme Linie,so erhält man die sogenannten i so thermischen Linien von 0°, 5", 10°,15°, und man findet, daß diese Linien in der hersien Zone dem Aequator

Littrow. 9