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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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127
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89.

Jahreszeiten.

127

Klima

Breite

Längster Tag I

Klima

Breite

/

Längster Tag

1

8°.6

12".5

13

66°.6

18". 5

2

16.7

13.6

14

61.3

19.6

3

24.5

13.5

15

62.4

19.5

4

36.8

14.6

16

63.4

26.6

5,

36.5

14.5

17

64.2

26.5

6

41.4

15.6

18

64.8

21.6 l

7

45.5

15.5

19

65.4

21.5

8

49.6

16.6

26

65.8 !

22.6

9

52.6

16.5

21

66.1

22.5

16

54.5

17.6

22

66.3

23.6 l

11

56.6

17.5

23

66.4

23.5 H

12

58.5

18.6

24

66.5

24.6

Wien z. B. hat die Breite 48°.2, liegt also im achten Klima undsein längster Tag im Sommer, so wie seine längste Nacht im Winterbeträgt 16".2 oder 16 Stunden 12 Minuten, oder der längste Tag istum 4" 12' länger als 12", und daher ist auch sein kürzester Tag imWinter um 4" 12' kürzer als 12" oder gleich 7/- 48'. Die Stadt Arkhangelim Gegentheile, deren Breite 64".5 beträgt, liegt im achtzehnten Klimaund ihr längster Tag ist 26". 7 oder 26" 42', also auch ihr kürzester Tagim Winter nur 3" 18'. Für den Parallelkreis von 66°.4 endlich, dauertder längste Tag 23" 36' und daher auch der kürzeste Tag nur eine halbeStunde. Das Vorhergehende setzt voraus, daß der Tag erst dann an-fange und ende, wann der Mittelpunkt der Sonne durch den Hori-zont geht. Da aber das Tageslicht schon bei dem Anfange des oberstenSonnenrandes anfängt und da überdieß dieser Aufgang des oberenRandes dnrch die Wirkung der Refraction, von der wir weiter untensprechen werden, etwas beschleunigt wird, so wird aus diesen beidenUrsachen für alle Punkte der Erde der Tag größer seyn, als er in dervorhergehenden Tafel angenommen wurde, und diefer Unterschied ist be-sonders in den höheren Breiten sehr merklich, wo er selbst über einigeStunden gehen kann.

§. 89. (Temperatur der verschiedenen Gegenden der Erde.) Uebrigens

richtet sich die eigentliche Temperatur, oder was wir das physische Klimaeiner Gegend nennen, nicht immer nach dem Winkel, unter welchemdie Sonnenstrahlen auf dieselbe auffallen oder nach der geographischenBreite der Gegend, sondern sie ist auch, und zwar oft in einem sehrhohen Grade, durch die Höhe des Ortes über der Meeresfläche, durchdie Umgebung destelben von Bergen, durch die Nähe des Meeres oderanderer großer Wassermassen und Waldungen und endlich durch dieConstitution des Bodens felbst bedingt. Auch ist es nicht sowohl diesenkrechte Lage der auf eine Gegend fallenden Sonnenstrahlen, als viel-mehr das längere Verweilen der Sonne in der Nähe des Zeniths, wo-durch die Wärme besonders befördert wird. Der Aeguator hat um dieMitte des März und September die Sonne im Zenith, aber da sich umdiese Jahreszeit die Declination der Sonne sehr schnell ändert (in einemTage beinahe um 23 Minuten), so entfernt sie sich schon in einigen

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