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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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117
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§. 8l. Aberration der Fixsterne. ^17

die Diagonale ist. Man wird also statt dieser Kraft des Windeszwei andere Kräfte oder zwei andere Winde substitniren können, vonwelchen der eine < ^ nach der Richtung des Segels wehen, und daherweder auf das Segel, noch auf das Schiff weiter wirken wird, währendder andere (I) die Fläche des Segels senkrecht trifft, und seine ganzeKraft gegen dasselbe ausübt. Wir wollen daher nur mehr die Wirkungdieses letzten Windes betrachten, und diese Linie 01) verlängern, bis Ostgleich 01) wird. Betrachtet man auch hier die Linie Ost als die Diago-nale eines Rechtecks udstO, so wird der für das Schiff noch wirkendeTheil Ost des Windes in zwei andere Oa und Ol> aufgelöst, und vondiesen wirkt der erste Oa in der Direktion M>l deS Schiffkiels oder längsdes Weges, welchen das Schiff nehmen soll, und der andere Ob senk-recht auf diesen Weg oder senkrecht auf die Länge deS Schiffes. Daaber das Schiff absichtlich so gebaut worden ist, das; eS viel leichter inder Richtung seiner Länge iXäl, als in der iiO seiner Breite bewegtwerden kann, so wird es ungeachtet der ersten sehr ungünstigen Rich-tung 00 des WindeS mit beträchtlicher Geschwindigkeit nach der Rich-tung Ou oder längs seines Kieles, und nur sehr wenig in der daraufsenkrechten Richtung bO fortgehen, welcher letztere Weg in der englischenSchiffersprache bekanntlich der ,-n -i v des Schiffes heißt. In diesemBeispiele sind demnach zwei auf einander folgende Auflösungen der Kräfteenthalten, da zuerst der ursprüngliche Wind 00 in die zwei Seitenwinde1)0 und ^0-zerfällt wird, von welchen der zweite ganz unwirksam, undder erste VO oder stO wieder in die beiden Oa und Ob sich auflöst. Derbloße Anblick der Zeichnung zeigt schon, daß der Weg 63, den das Schiffdurch Hilfe des ursprünglichen Windes 00 zurücklegt, desto größer seynwird, je größer erstens die Kraft dieses WindeS, d. h. je größer dieLinie 00, und je größer zweitens der Winkel Ü100 ist, unter welchemer gegen den Kiel AliV des Schiffes gerichtet ist.

H. 81. (Physische Ursache der Aberration.) Nehmen wir nun, umnoch einige Augenblicke bei unserem letzten Gleichnisse zu bleiben, an, esbefinde sich ein Reisender auf einem Schiffe (Fig. 17), das die Ge-stalt eines Rechteckes hat, und das auf einem Strome von West nach Ostoder von ^ nach L fährt. Auf dem Boden des Schiffes seyen die aufdie Seiten des Schiffes senkrechten Linien mu, »stick, gezogen,

die also alle von Süd nach Nord gehen, oder MittagSlinien vorstellen.Nehmen wir noch an, daß eine Kanonenkugel, vom südlichen Ufer, ge-rade in der Richtung der Mittagslinie kommend, das Schiff in demPunkte nck treffe, und beide Seitenwände desselben durchschlage. Wenndas Schiff stille steht, so wird die in nst einbrechende Kugel das Schiffwieder in ist verlassen, oder der Weg der Kugel innerhalb des Schiffs-raumes wird genau eine jener auf dem Boden desselben verzeichnetenMittagSlinien nstist seyn. Wenn aber das Schiff sich sehr schnell vonWest gen Ost bewegt, so wird es, nachdem die Kugel in nst durch dieerste Wand geschlagen, einen gewissen Weg zurücklegen, bis die Kugeldurch die zweite Wand bricht, und dieser Weg des Schiffes wird destogroßer seyn, je größer die Geschwindigkeit des Schiffes in Vergleichungmit der Geschwindigkeit der Kugel ist. Wären die Geschwindigkeiten bei-der gleich, so ist klar, daß das zweite Loch n des Schiffes eben so weitvon der Mittagslinie nstist deS ersten LocheS nst gegen West abliegenwürde, als das Schiff selbst breit ist, daß also die beide Löcher nst undn verbindende Linie nstn mit der Mittagslinie nstist einen Winkel von45 Graden bilden wird, und daß daher auch der Reisende in dem Schiffe,der nicht weiß, daß das Schiff selbst in Bewegung ist, glauben wird,