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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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74.

Aberration der Fixsterne.

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Sein treffliches Instrument, ein Zenithsector von Graham, setzte ihn baldin den Stand, Aenderungen in der Lage dieses Sterns zu bemerken,die zwar nur lehr klein, aber auch zugleich sehr regelmäßig waren, undderen Ursache zu erforschen ihm daher sehr angelegen seyn mußte.

Er fand zuerst, das; die Veränderungen der Länge und der Breitedieses Sterns eine Periode haben, deren Länge gleich der Länge desJahreS ist. Da dies? zugleich die Periode ist, in welcher die jährlicheParallaxe des Fixsterns, wenn sie überhaupt exiftirt, eingeschlossen seynmuß, so mochte er, auf den ersten Anblick dieses Gegenstandes, wohlgeglaubt haben, die so lang gesuchte Parallaxe endlich einmal gefundenzu haben. Allein eine nähere Betrachtung dieser jährlichen Veränderungdes SternS mußte ihn bald von dieser Vermuthung zurückbringen. Erfand, daß die Länge dieses Sterns immer in der Mitte des IuniuSam größten, und in der Mitte des Dezembers am kleinsten war, unddaß sie in der Mitte des März und Septembers ihren mittlern Werthhatte. Die Breite im Gegentheile hatte im März ihren kleinsten, imSeptember ihren größten, und im IuniuS und Dezember ihre mitt-leren Werthe.

H. 74. (Diese Erscheinungen sind nicht aus der Parallaxe zu erklären.)

Diese Veränderungen paßten aber durchaus nicht in eine parallactischeBewegung des Sterns: sie mußten also eine ganz andere Ursache haben.

Um das Folgende leichter zu übersehen, sey 8 (Fig. 8) die Sonne,und ndc-st d-e jährliche Bahn der Erde. Denken wir uns ein Gestirnim Z nahe im 270ften Grad der Länge, wo in der That der obenerwähnte Stern 7 Draconis steht. Ist die Erde im Dezember in d, sosieht sie den Stern in derselben Richtung wie die Sonne, nämlich beidebei H und man sagt dann, der Stern sey mit der Sonne in Con-junctiv n. Ist aber die Erde im IuniuS in st, so sieht sie den Stern,wie zuvor, im H, die Sonne aber auf der entgegengesetzten Seite desHimmels im T, und man sagt dann, der Stern sey mit der Sonne inOpposition. Für die beiden Punkte u und e endlich, die zwischen denvorhergehenden d und st in der Mitte liegen, sagt man, der Stern seyin der Quadratur mit der Sonne. In der Conjunction ist die Längeder Sonne gleich der Länge des SternS, und der Stern geht mit derSonne zugleich durch den Meridian, oder er culminirt um Mittag. Inden beiden Quadraturen ist jene Differenz der Längen gleich 90° oder270° und der Stern culminirt um 6 Uhr Morgens oder um 6 Abends.In der Opposition endlich beträgt jener Längenunterschied 180 Grade,und der Stern culminirt um Mitternacht. Conjunction und Oppositionzusammen pflegt man auch mit einem Worte, die Syzygien zu nennen.

Dieß vorausgesezt, können wir nun jene Veränderungen des SternSkürzer so ausdrücken: ,,Die Länge desselben hat in seiner Conjunction„mit der Sonne den kleinsten, in der Opposition den größten, und in„den beiden Quadraturen ihren mittlern Werth; die Breite aber hat in„den Quadraturen ihren größten und kleinsten und in den beiden Syzy-„gien ihren mittlern Werth." Und ganz demselben Gesetze folgten auchdie jährlichen Bewegungen aller andern Sterne, die Bradley nebst 7Draconis an seinem Sector beobachtete. Dabei mußte es ihm auffallen,daß der Unterschied der größten und kleinsten Länge, in dem Orte desSterns selbst betrachtet, bei allen Sternen von gleicher Größe war,und 40.5 Secunden betrug, während die Veränderungen der Breite immerkleiner wurden, je näher der Stern an der Ecliptik stand, bis endlichfür Sterne in der Ecliptik die Breite derselben ganz unveränderlich, oder