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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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94
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,. ^ Parall.ixcn u. Eiüfernungen d. Gestirne von d. Erde. h. «5.

Beobachter in X in der Höhe UMD über seinem Horizonte (s. Einl.)aesehen wird, die Höh enp arallaxe des Gestirns, die immer kleinerwird, je größer die Höhe 1 des Gestirns ist, bis sie endlich im Ze-uithe, wo die Höhe gleich 90° wird, völlig verschwindet. Man siebtleicht, daß die Höhenparallave eines Gestirns gleich ist der Horizontal-parallave multiplicirt durch den Cosinus (Einl. H. 32) der Höhe des-selben.

H. 63. (Wie die Größe der Gestirne gefunden wird.) Wir haben oben(tz. 62) gezeigt, wie man, wenn die Horizontalparallave eines Gestirnsbekannt ist, die Entfernung destelben von der Erde finden kann. Nimmtman nämlich den Halbmester der Erde zu 839.3 Meilen (§. 4) an, 10findet man die Entfernung des Mittelpunktes des Gestirns von dem derErde, wenn man diese Zahl 839.3 durch den Sinus (Einl. H. 32) derHorizontalparallave dividirt, oder kürzer, wenn man die Zahl 177243000durch die Horizontalparallaxe selbst dividirt. Für die Sonne z. B. hatman, wie wir bereits oben gesagt haben, die Hvrizvutalparallaxe 8".58,also ist die Entfernung derselben von dem Mittelpunkte der Erde gleich20637700 Meilen.

Der Planet Venus, der unter der Benennung des Vsorgen- undAbend-Sterns bekannt ist, erscheint uns in seinem Durchmeuer von sehrverschiedener Größe, »voraus folgt, daß seine Entfernung von der Erdeebenfalls sehr verschieden seyn müste. Wenn er uns am nächsten steht,vder wenn er am größten erscheint, beträgt seine Horizontalparallave34".58, woraus, wie zuvor, folgt, daß er zu dieser Zeit 5123600 M.von uns entfernt ist. In seinem größten Abstände von der Erde aberist seine Horizontalparallave nur 3".06 und daher seine Entfernung25028000 Meilen.

Kennt man aber einmal die Entfernung eines Gestirns von derErde, so darf man sie nur durch den Sinus des scheinbaren Halbmes-sers bestechen multipliciren, um sofort auch den wahren Halbmester desGestirns zu erhalten. Der scheinbare Halbmester aber ist die Hälfte desWinkels, z. B. in Secnnden ausgedrückt, unter welchem uns der Durch-messer des Gestirns erscheint, während der wahre Halbmesser desselbenden Abstand des Mittelpunktes des Gestirns (z. B. in Meilen ausge-drückt), von jedem anderen Punkte seiner sphärischen Oberfläche bezeich-net. Kennt man aber den wahren Halbmester einer Kugel, so findetman daraus, nach den in H. 5 aufgestellten Formeln, auch die Ober-fläche und den körperlichen Inhalt desselben, jenen in Quadrat- und die-sen in Kubik-Meilen. Um endlich bei diesen kleinen Rechnungen die Si-uus gänzlich zu vermeiden, kann man auch sagen, daß der wahre Halb-messer eines Gestirns gleich ist der Zahl 859.3, multiplicirt durch' denscheinbaren Halbmesser und dividirt durch die Horizontalparallave desGestirns.

So hat man für die Sonne den scheinbaren Halbmesser 961" unddie Horizontalparallave 8".38, also ist der wahre Halbmesser der Sonne96246 Meilen, vder nahe I12mal größer als der Halbmesser der Erde.Da sich nun die Oberfläche der Kugeln wie die Quadrate, und die kör-perlichen Inhalte derselben wie die Würfel ihrer Halbmesser verhalten,so folgt, daß die Oberfläche der Sonne I2344mal größer ist, als die derErde, und daß das Volumen der Sonne I404900mal größer ist, als dasder Erde, oder daß man aus der Sonne gegen 1'/,^ Millionen solcherKugeln, wie unsere Erde ist, bilden könnte.

Wendet man endlich dieselben kleinen Berechnungen auf die Venusa n, deren scheinbarer Halbmesser in ihrer größten 'Nähe 32".8 und in