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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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?>. so. Jährliche Bewegung der Sonne. A)

achtungsortes, also auch dessen Complement zu 90 Graden oder 34° 45'40" die Polhöhe von Honan -Fu ist.

H. 50. (Säcnläre Abiuchme der Schiefe der Ekliptik.) Man hat gegendiese Nachricht des P. Gaubil und gegen die Authenticität dieser alter-grauen Beobachtung Zweifel erhoben, weil die von Tschu-Kong gefun-dene Schiefe der Ekliptik viel großer ist, als die, welche wir in unsernTagen beobachten. Allein außerdem, daß die Polhöhe der Stadt Ho-nan-Fu nach den neuern Beobachtungen derselben Missionäre sehr gutmit der von Tschu-Kong übereinstimmt, ist es auch jetzt sehr gut bekannt,daß die Schiefe der Ekliptik seit beinahe drei Jahrtausenden Immer ab-genommen hat. Die folgende Tafel zeigt diese Schiefe, wie sie von denverschiedenen aufeinander folgenden Beobachtern gefunden wurde. : ,

Schiefe der Ekliptik.

^lchu-Kong in China, 1100 vor Chr. G 23" 52' 0"

Der Grieche Pytheas in Marseille, 350 v. Chr. . . 23° 49' 20"Der Araber Jbn-Junis in Aegypten, 1000 nach Chr. . 23° 34' 20"

Cvschu-King in China, 1280 23° 32' 2"

Ulug-Beigh in Samarkand, 1437 23° 31' 48"

Bradley in England, 1750 23° 28' 18"

In unsern Zeiten, 1830 23° 27' 40"

Man sieht die mit der Zeit fortgehende Abnahme der Schiefe undwenn die Regelmäßigkeit derselben nicht immer genau der Zwischenzeitpropvrtionirt ist, so mag dieses der Unvollkvmmenheit jener älteren Be-obachtungen zuzuschreiben seyn. In unsern Tagen ist die Verfertigungder Instrumente, und die Beobachtungskunst selbst so weit vorgerückt,daß man diese der Zeit proportionale Abnahme der Schiefe von zehn zuzehn Jahren deutlich bemerken kann. Endlich hat man auch durch Hülfeder mathematischen Analysis in der höheren Mechanik die wahre Ursachedieser Erscheinung gefunden. Durch die Wirkung der Planeten unseresSonnensystems auf die Bahn der Sonne wird nämlich diese Bahn demAeguator immer näher gebracht, und diese Annäherung beträgt nach denneuesten Untersuchungen in einem Jahrhundert 48.308 Secunden. Gehtman daher von dem Jahre 1750 aus, in welchem die Schiefe der Eklip-tik 23" 28' 18" betrug, so wird man die Schiefe für jede andere Zeit,die l Jahre von 1750 entfernt ist, erhalten, wenn man das Produktder Größe 0".48368 mit 4' von 23° 28' 18" subtrahirt. Liegt das ge-suchte Jahr vor jener Epoche von 1750, so muß dieses Produkt addirtwerden. Um dieses auf das vorhergehende Beispiel anzuwenden, so hatman für den Zwischenraum von Tschu-Kong bis Bradley 1750 Z- 11002850 Jahre, die mit 0".48308 multiplicirt, 0° 22' 58" geben. Ad-dirt man diese Große zu 23° 28' 18", so erhält man für die durch jeneTheorie bestimmte Schiefe Tschu-Kong's 23° 51' 16", also nur 44 Se-cunden kleiner, als sie durch den Gnomon gefunden wurde. Eine sogeringe Differenz bei einer so alten Beobachtung, die überdies? ihrerNatur nach keiner sehr großen Schärfe fähig ist, zeugt von der Richtig-keit der Theorie, so wie sie auch zugleich die Authenticität jener Beob-achtung selbst, die man früher bezweifeln wollte, sehr schön bestätigt.

I. Wenn aber diese Abnahme der Schiefe immer mit der Zeit pro-portional fortgeht, so wird die Folge davon seyn, daß einmal dieseSchiefe ganz verschwindet, oder daß die Ekliptik mit dem Aeguator zu-sammenfällt. Eine leichte Rechnung zeigt, daß

23° 28' 18"

^0148308^ "btt in 177517 Jahren nach dem Jahre 1750 un-lerer Epoche, also nahe in dem Jahre 179300 unserer Zeitrechnung, der