Druckschrift 
Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

h.

-I.

k 1'/'

»!><.

Oheii,mnie„'»wichttie

'sU-B.

>t seiche

l ldtilNwiA§,

>' ich»»

iie Cpi-

lemMi zremin allenso kannn ltlP-MMeietn hn-l wirt se-'sen anse-hen, kiseter mjihie eenclles m-nech im-^en l!>fti>-

tren ichs-'Mein tie

enen 6e-

W ^

riele a>i-

B

sk KÄ-rertaM

ersr ^

izei ^

ler'Sl!

r»«"

!r^'p

§. 32—33.

Tägliche Bewegung der Erde.

51

thode fingen fich mehrere Zweifel an zu regen. Denn die ersten wahrenVerweisungen der Erde wurden nicht mit der Sorgfalt und mit den gu-ten Instrumenten vorgenommen, die sie verdienten. Nach der Theoriesollten schon zwei derselben hinreichen, die Abplattung der Erde zu fin-den. Aber man fand sehr verschiedene Abplattungen, je nachdem mandieses oder ein anderes Paar von jenen Messungen unter einander ver-glich, so daß man sich lange nicht über die eigentliche Größe dieser Ab-plattung der Erde an den Polen vereinigen konnte. Ja einige Astro-nomen, und unter ihnen selbst Männer von Gewicht, läugneten dieselbegänzlich, und wollten sogar der Erde eine an ihren Polen längliche Ge-stalt geben. So hatte der berühmte Cassini einen Grad der Erde imsüdlichen, und einen anderen im nördlichen Frankreich gemessen, undden letzten kleiner gefunden, als den ersten, da doch das GegentheilStatt haben müßte, wenn die Erde in der That an den Polen abgeplat-tet wäre. Diese beiden Grade lagen in der That zu nahe, um die Sachezu entscheiden, aber was der guten Wahl der beiden Orte abging, schiendie Geschicklichkeit und die Autorität des großen Geometers zu ersetzen.Auch nahm die französische Akademie die Partei ihres Landsmannes aufeine sehr eifrige Weise, und erklärte sich einmüthig für die durch Cassinigefundene, an den Polen länglichte Gestalt der Erde, während Newtongegen sie die frühere Meinung vertheidigte, und die Abplattung derErde an ihren Polen durch theoretische Gründe, denn andere hatte mannicht, zu beweisen suchte.

§. 32. (Wirkung der Schwere auf den Gang der llhren ) So standdiese Angelegenheit, als im Jahre 1672, im dreißigsten LebensjahreNewtons, der französische Astronom Richer von Paris nach der InselCayenne reiste, die nur fünf Grade nördlich vom Aeguator entfernt ist.Als er hier seine Pendeluhr, die in Paris genau nach mittlerer Zeit ge-stellt war, wieder aufstellte, fand er, daß sie täglich nahe um 2'/- Mi-nuten zu spät ging, so daß er das Pendel nahe ^ einer Pariser Linie

Uhr bei seiner Ankunft in Paris täglich um 148 Secunden gegen die

mittlere Zeit zu schnell ging.

Newton, dessen Scharfsinn sogleich die Ursache dieser Erscheinungentdeckte, stand nicht an, sie für den so lange gesuchten e.rperimentellenBeweis der Rotation der Erde zu erklären. Seitdem sind die Beobach-tungen dieser Art sehr vervollkommnet, und beinahe in allen Orten derErde wiederholt worden, und sie haben nicht nur Newtons Ansicht vonderselben vollkommen bestätigt, oder einen vollständigen Beweis der No-tation der Erde geliefert, sondern sie haben uns auch den wahren ^oerthihrer Abplattung an den Polen, und die Größe des Raumes, durchwelche frei fallende Körper in der ersten Secunde , in/nauigkeit kennen gelehrt, die wir durch kein anderes Mittel hatten er-reichen können. Endlich haben diese Pendel, auf eine zweckmainge Artan unsere Uhren angebracht, unserer ganzen praktischen Astronomie eineneuere, bessere Gestalt gegeben, daher wir sie hier, so weit es unser

Gegenstand erfordert, näher betrachten wollen. ^ . . .

H. 33. (Secuudeupeudel.) Ein Faden Hlg- 6, der an seinemoberen Ende O befestigt ist, und an seinem unteren ^ einen schwerenKörper, z. B. eine kleine Kugel von Blei trägt, wird, wenn man ihn

4 v

5 »I

-

k.

5...