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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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Tägliche Bewegung der Erde^

§. 12.

gegen Nord, so sehen wir die zur rechten Hand, auf der Ostseite, liegen-den Sterne sich immer mehr über den Horizont erheben, indes; jene aufder entgegengesetzten, linken oder westlichen Seite, immer tiefer herab-sinken, und, wenigstens die von dem Polarsterne entferntesten Gestirne,

von Oft nach West fortzusetzen.

Bahnensind. T

zen von ihnen beschriebenen Kreise in allen ihren Theilen übersehen, dasich diese Sterne immer über dem Horizonte befinden, und ohne auf-und unterzugehen (24. IV.) täglich ihre kreisförmige Bahn um einenfesten Punkt, der dem Polarsterne sehr nahe ist, zurücklegen. So siehtman z. B. von dem oben erwähnten Sternbilde des Wagens zur Zeit,wo es senkrecht unter dem Polarsterne steht, die Deichsel nahe horizon-tal und gegen West gerichtet. Nach sechs Stunden aber steht der Wa-gen östlich in gleicher Höhe mit dem Polarsterne, und die Deichsel senk-recht abwärts. Nach sechs weiteren Stunden ist der Wagen senkrechtüber dem Sterne, und die horizontale Deichsel richtet sich nach Osten.Nach neuen sechs Stunden steht der Wagen wieder westlich vom Sterne,und seine Deichsel erscheint senkrecht aufwärts gestellt, bis endlich, wennvolle vier und zwanzig Stunden seit dem ersten Zeitpunkte verflossen sind,das ganze Gestirn wieder seine erste Lage unter dem Polarsterne ein-nimmt. Während dieser Zeit hat jedes einzelne Gestirn dieses Stern-bildes seinen ganzen Kreis um jenen festen Punkt, um den Pol desHimmels, zurückgelegt, und dieser Kreis ist in demselben Verhältnißegrößer (24), in welchem die Entfernung des Gestirns von jenem festenPunkte wächst.

Wenn diese Entfernung noch weiter zunimmt, und endlich größerwird, als die Höhe des Polarsterns über unserem Horizonte, so werdenuns die unteren Theile dieser Kreise von dem Horizont bedeckt, und da-her für uns unsichtbar. Allein wir haben bereits oben (S. 3!) bemerkt,daß man nur von Süd nach Nord reisen darf, um den Polarstern im-mer in einer größeren Höhe zu erblicken, so daß also für die nördliche-ren Gegenden unserer Erde immer mehr Sterne in allen Punkten ih-rer Bahn sichtbar bleiben, zum Beweise, daß auch diejenigen Sterne,welche für südlichere Gegenden nur den oberen Theil ihres Kreises sicht-bar haben, den unteren Theil desselben, der von unserer Erde verdecktwird, unter dem Horizont zurücklegen. Könnte man, wie Parry undRoß in unseren Tagen versuchten, so weit gegen Norden vordringen,daß der Polarstern endlich senkrecht über uns oder in unserem Zenithestünde, so würden wir alle Sterne des uns dort sichtbaren Himmelsohne Ausnahme ganze Kreise beschreiben sehen, da sie dort sämmtlichdem Horizont parallel, und immer größer seyn würden, je näher siedem Horizont selbst kommen. Im Gegentheil, wenn wir, statt wie bis-her gegen Norden, immer weiter nach Süden reisen, so wird der Polar-stern, auf unserer Rückseite, immer tiefer zu unserem Horizont herab-

von dem Horizonte bedeckt werden. Rücken wir so weit auf unserer süd-lichen Reise vor, daß endlich der Polarstern hinter uns den Horizont er-

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