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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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Gestalt der Erde. §. 6»

und den körperlichen Inhalt M Kugel selbst zu finden "). Allein dieseBeobachtungen find sehr schwer mit der wünschenswerthen Genauigkeitanzustellen, weil die Atmosphäre, wie wir weiter unten sehen werden,alle Gegenstände, die wir durch sie erblicken, verstellt, so daß diese Ge-genstände uns an ganz anderen Orten, als wo sie in der That sind,erscheinen, eine Verrückung, die besonders in der Nähe des Horizonts,wo jene Beobachtungen angestellt werden sollen, so groß und so ver-wickelt ist, daß man auf alle Präcision in den Resultaten solcher Expe-rimente, Verzicht leisten muß.

H. 6. (Folgen der Kugelgestalt der Erde.) Wir wollen uns daher be-gnügen , die wahre Gestalt der Erde auf diesem Wege erkannt zu haben. Unser Wohnort ist also, wie wir gesehen haben, keine Ebene, die sichohne Ende in die Tiefe, und ohne Gränzen nach der Seite ausdehnt,sondern sie ist eine Kugel, die ohne Unterstützung frei im Weltraumeschwebt, wie der Mond und die Sonne, die wir ebenfalls unter dersel-ben kugelförmigen Gestalt am Himmel schweben sehen. Diese Sonnebringt uns den Tag, so oft sie in Osten erscheint, und die von uns be-wohnten Gegenden mit ihren Strahlen beleuchtet. Wenn sie aber ihrenLauf, an dem uns sichtbaren Gewölbe des Himmels, über uns vollen-det hat, und am Abend jedes Tages unseren Augen verschwindet, so legtsie den übrigen Theil ihrer täglichen Bahn auf der anderen Seite derErde, also unter uns, zurück, und beleuchtet die uns entgegengesetztenGegenden der Erdkugel, die sie dann mit dem Lichte des Tages erfreut,während wir im Schatten der Nacht ruhen, bis uns die Morgenröthein Osten aus unseren Träumen weckt, und wir einem neuen Tag ent-gegen gehen, während jene wieder von dem dunklen Mantel der kom-menden Nacht bedeckt werden. So wechseln Licht und Schatten auf un-serer kugelförmigen Erde; Tag und Nacht haben sie zu gleichen Hälftenunter sich getheilt, und dieselbe Sonne ist es, die, täglich ihren Kreis-lauf um die Erde vollendend, allmählig alle Gegenden derselben mitihren wohlthätigen Strahlen beleuchtet und erwärmt.

keäit a nobis amora diemyue redueitNosHue, ubi primus eyms tlrivns afgavit anlielis,

Illie sera rubens aecenäit Imnina Vesper.

Vlk6.

Wir werden später die Mittel kennen lernen, die Gestalt sowohl,als auch die Größe der Erde mit großer Genauigkeit zu bestimmen.Hier wird es genügen, noch einige Bemerkungen anzuführen, durch welchedie bereits erkannte Kugelgestalt der Erde bestätigt wird, und die sämmt-lich der Art sind, daß sie keine weiteren Vorkenntnisse voraussetzen, unddaher auch schon in den frühesten Zeiten angestellt werden konnten.

«) Ist nämlich r der Halbmesser der Kugel, und u die Zahl Z.1416926,so ist die Peripherie eines größten Kreises derselben 2rn und die Flächedieses Kreises rrn; die Oberfläche der Kugel selbst aber 4rr?r und end-lich ihr Volumen oder ihr körperlicher Inhalt ^/zrrrn. Nimmt man,wie zuvor, r gleich 859^/tu Meilen, so findet man für die Peripheriedes größten Kreises der Erde 5599 Meilen, und die Fläche desselben2519740 Ouadrat-Meilen. Die Fläche der ganzen Kugel aber 9278960Quadrat-Meilen, und das Volumen derselben 2657804000 Kubik-Meilen.