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Gestalt der Erde.
H. 4. (Wieviel wir von der Erde in größeren Höhen übersehen.) Blei-ben wir nun einen Augenblick bei diesem Gegenstande stehen, um ihnetwas näher zu betrachten. — Wir werden weiter unten sehen, daß derHalbmesser dieser Kugel 19628000 Pariser Fuß, oder nahe 859^» deutscheMeilen beträgt, von welchen eine der 15te Theil eines Grades des Um-
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welchem Winkel erscheint uns, in jener Höhe, dieser von dort sichtbare
Es ist für sich klar, daß wir immer mehr von dieser kugelförmigenErde übersehen werden, je höher wir steigen, und daß zugleich der unssichtbare Theil der Erde, obschon er, wenn wir uns über ihn erheben,an sich selbst immer größer wird, doch sich unserem Auge unter einemgeringeren Winkel darstellen, oder immer kleiner erscheinen wird.So werden wir ganz nahe über der Oberfläche der Erde, in der gerin-gen Höhe von 14 Fuß, aus der offenen See einen Kreis derselben über-sehen, dessen Peripherie in allen ihren Punkten nahe eine Meile vonuns entfernt ist, aber dieser Halbmesser von einer deutschen Meile stehtuns so nahe, daß er uns unter einem sehr großen Winkel erscheint, dernur vier Minuten kleiner ist, als ein Quadrant, der also beinahe einrechter Winkel ist, oder mit anderen Worten, die geraden Linien ausunserem Auge an alle Punkte der Peripherie werden nur äußerst wenigunter dem Horizont geneigt seyn, und jener Kreis selbst, also auch mitihm die ganze sichtbare Erde, wird uns als eine nahe horizontale Ebeneerscheinen. Könnten wir uns aber so weit, als der Mond, von unsererErde entfernen, der, wie wir später sehen werden, 50740 Meilen vonder Oberfläche der Erde absteht, so würden wir, von diesem weiten Stand-punkte ans, einen viel größeren kreisförmigen Theil der Erde übersehen,dessen Peripherie von dem mittleren Punkte dieser sichtbaren Erdflächeringsum 1335 Meilen absteht, d. h. wir würden von dem Monde ausbeinahe die ganze zu uns gekehrte Hälfte der Erde, deren Umkreis 5356Meilen beträgt, übersehen, aber dessenungeachtet würde uns diese ganzegroße Kugel nur unter dem sehr kleinen Winkel von noch nicht zweiGraden oder noch nicht einmal viermal so groß im Durchmesser erschei-nen, als wir jetzt den Mond oder auch die scheinbar nahe gleich großeSonne am Himmel erblicken. Sey O (Fig. 4) der Mittelpunkt der ku-gelförmigen Erde IIII) und ein Beobachter n in der Höhe IM, so wieein zweiter V in der Höhe II.X über der Oberfläche der Erde. Ziehtman von diesen Punkten n und V die geraden Linien nt und VI, welchedie Erde in t und 1 berühren, so stellen tt' und die Peripherien derKreise vor, welche die aus n und V sichtbaren Theile der Erde begrän-zen, und man kann Ilt und III die Halbmesser dieser Kreise, so wiedie Winkel (lat und < VI, unter welchen diese Halbmesser dem Beob-achter in a und V erscheinen, die Gesichtswinkel derselben nennen.Der bloße Anblick der Zeichnung zeigt, daß, wenn die Höhe des Beob-achters über der Erde wächst, auch jene Halbmesser wachsen, und imGegentheile jene Gesichtswinkel abnehmen.
Umstehende Tafel gibt eine leichte Uebersicht dieser Größen. Die ersteColumne enthält die Höhe LV des Beobachters über der Oberfläche derErde, die zweite gibt den Halbmesser III oder die Hälfte des sichtbarenKreises in deutschen Meilen, beide in Pariser Fuß ausgedrückt, und diedritte endlich gibt den Gesichtswinkel 0V1, unter welchem dieser Halb-messer dem Auge in V erscheint.
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